Freitag, 26. Dezember 2008

Kein Weihnachtsmärchen

Gestern war bei uns im Dorf der große Weihnachtsball im Saal des ortsansässigen Gasthauses. Nach einem 150m langen Fußmarsch traf ich endlich dort ein, um mich in die Warteschlange einzureihen, die länger war, als der Weg von meinem Zuhause zu der Schenke. 30min stand ich frierend in der Warteschlange. Ich hatte ja auch nur einen Anzug an, keine Jacke! Und es war voll kalt.
Drinnen angekommen empfing mich heiße stickige Luft, sowie eine Horde sehr junger Ballteilnehmer. Die Körper zur Seite schiebend erreichte ich den Saal, wo ich auch gleich Freunde sah. Ganz am Ende, auf der Bühne standen sie. Dort war eine Bar aufgebaut. Wieder kämpfte ich mich durch die Massen von Menschen und kam endlich an. Wir wünschten uns frohe Weihnachten und mir wurde das erste Getränk des Abends in die Hand gedrückt. Bauernschampus mit Cola. (Cola Korn bringt uns nach vorn). Es sollte nicht das letzte Getränk werden. Das Gedränge auf der Bühne wurde immer dichter, sodass wir unseren Standort in den Saal verlegten. Dort trieb uns großer Bierdurst zur Theke. Nach 30min Wartezeit hatten wir dann endlich unser Bier. In der Zwischenzeit kamen immer mehr Menschen an und verstopften alle Räume. Etwas zu trinken zu bekommen stellte sich anhand von vierer Wartereihen an den Theken als recht diffizil dar, zumal ich nicht im Besitz weiblichen Charmes bin, was den Bestellvorgang nachweislich erheblich beschleunigt. Wenn wir also bestellten, schickten wir vorzugsweise die Damen los, gleich für jeden mindestens drei Getränke zu erwerben. Trotzdem, bevor man sich betrinken konnte, ist man eher verhungert.
Ich schüttelte hie und da ein paar Hände und traf alte Bekannte wieder, von denen man hoffte, sie nie wieder zu sehen. Immer wieder ein Erlebnis. Draußen am Wurstwagen aßen wir die original Bücker Krakauer mit viel Sämpf. Meine war lauwarm, wabbelig und wässrig. Ein weihnachtlicher Hochgenuß.
Zurück im Gebäude trafen wir wieder Leute, unterhielten uns oder suchten entsprechende Örtlichkeiten auf, um Pipi zu machen.
Als ich dann nichtsahnend an den Garderoben stand und mich unterhielt, kam mein Prekariatsnachbar an. Wir beschwerten uns neulich bei ihm ob seiner lauten Musik, die jedes Wochenende unsere Wohnung beschallt und seiner lauten Freunde, die ihm in Sachen Asozialität in nichts nachstehen. Wie dem auch sei, er beklagte sich bei mir, dass er "einmal" (1x) bei sich ein "bisschen" Party macht und ich sofort "weinen" würde. In Wahrheit rücken hier jedes Wochenende Horden von Kroppzeug ein, die laut sind und rumpöbeln und sich nicht um ihre Mitmenschen scheren.
Des Weiteren sagte er, dass meine Musik ihn immer so stören würde und er mir jetzt auf die Fresse haut. Ein Freund von ihm zog ihn weg und die Sache war erledigt. Ich stand dort nun noch eine Weile, denn er wollte mir schließlich auf die Fresse hauen. Und wenn er schon so lieb fragt, dann soll er auch die Chance bekommen. Dies tat ich natürlich nur in dem Wissen, einige Freunde im Rücken zu haben. Die Sache deeskalierte jedoch und ich trank lieber noch einen Bauernschampus und trat um 2.41 den Rückweg an und kam um 2.43 zuhause an.

Das Fazit: viel zu voll und viel zu viele Minderjährige. Muss ich mich mit 21 schon alt fühlen? Ja, ich muss.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Fliehkraft

Heute möchte ich ein Ereignis niederschreiben. Wie ihr ja sicherlich alle gelesen habt, ist Nutella in der Werbung (99 zännt). Um diese Massen an Nutella verkaufen zu können, setzen wir Displays ein. Ein Nutella Display ist ca. 1,30cm hoch und enthält über 300 Gläser. Mal vier macht 1200. Grob aufgerundet.
Diese vier Displays mit Nutella stehen also im Lager auf einer Palette und sollen in den Markt gebracht werden. Mit einem Hubwagen kein Problem. Wir setzen die Displays von der Palette runter und dort stehen sie nun. Vier Displays, jedes Displays auf seiner eigenen kleinen Palette, alle vier sind der Kippsicherheit wegen mit einem kräftigen Tau umschnürt. Das Tau hatte die Dicke eines Kinderschuhschnürsenkels und war mit einem Doppel(!)knoten verknotet.
Herr B. und ich nehmen dieses stabile Gebilde also mit. Ich zog den Wagen, er schob. Ob die Displays wohl halten, wenn wir eine Kurve fahren. Ich versicherte ihm, dass mit diesem stabilen Tau keinerlei Probleme entstehen können. Sie extra zu sichern sei bestimmt vollkommen unnötig und es ginge eventuell auch so. Zwei flott gefahrene Kurven später lagen 1200 Gläser Nutella auf der Seite und somit auf dem Boden. Gottfant sei Dank war jedes Display mit Folie umwickelt.
Sofort wurden wir von freundliche Mitarbeitern umschwärmt, die uns halfen, das Nutella auf eine andere Palette umzulagern. In den 15 Minuten, die die Prozedur in Anspruch nahm, verkauften wir viel Nutella. Die Menschen waren sehr interessiert an dem Unglück und kauften gleich noch etwas Nutella, als sie mit Gaffen fertig waren. Mein Vorschlag, die Gläser im Eingangsbereich liegen zu lassen, wurde aber trotzdem abgelehnt. Schade.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Dieser Text ist garantiert latecksfrei!

Viele liebe Grüße aus Norderstedt, die Stadt mit der Infrastruktur von Dresden 1945. Dort gibt es ja seit Neustem einen noch größeren und noch schöneren famila Markt. Es wurde für 6 Millionen Euro an- und umgebaut. Es ist schön geworden. Große Abteilungen mit bai.
Ich bin da jetzt für zwei Wochen, weil bei so einer Neueröffnung natürlich eine Menge los ist. Es gibt tolle Angebote (Jacobs Dröhnung 2,79€, Nutella 99 zännt) und dementsprechend viel zu tun. Das Lager war so voll, dass keine einzige Europalette mehr Platz gefunden hat, man nirgends mehr langehen konnte und das Kackband (1€) 6m hoch gestapelt wurden.
Außerdem hat natürlich jedes Produkt einen neuen Platz und die Kunden wissen nicht mehr, wo was steht. Da sind dann natürlich Fachleute gefragt.
Und ab und zu werde ich auch etwas gefragt. Wo denn die Kassen sind (am Ende), das Klopapier für nur 1€ ist (am Arsch) und das Sauerbratengewürz (hoffentlich weit weg).
Gestern Abend gab es dann für geladene Gäste und die Mitarbeiter eine Eröffnungsfeier. Es wurden Reden gehalten und Rundgänge durch den Markt veranstaltet, der peinlichST genau auf geräumt wurde. Keine einzige Lücke im Regal. Wer mal in der DDR einkaufen war, weiß, was Lücken im Regal sind.
Nachdem alles begangen wurde, gab es ein Büfett. Cateringservice mit bai. Viele Sorten Fleisch, Gratins, Gemüse, Soßen, etc. Dazu Duckstein, diverse Weine, Pralinen, Eis und so weiter. Jetzt wissen wir alle, wo die 6 Millionen Euro geblieben sind. Es war ein Abend im Überfluss und so manchem jungen Mitarbeiter war der Überfluss wohl etwas über, weshalb das Übergeben eine nicht zu verachtende Rolle gespielt haben dürfte. Das sind natürlich nur Vermutungen.
Ganz am Ende tat ich das, was wohl viele Leute gerne mal tun möchten: Abends ganz alleine durch einen riesengroßen Supermarkt schlendern und sich alles in Ruhe angucken. Einzige Einschränkung: nichts klauen. Wozu auch, ich war ja satt.
Ich hab mal ein paar Fotos gemacht. Sind nicht toll geworden, aber vielleicht reicht es ja, damit der geneigte Leser sich ein Bild machen
kann.




































































Samstag, 29. November 2008

Erlebnisse bei der Bundeswehr, Teil II

Es begab sich zu einer Zeit, wo es mollig waam war. Diese Zeit nennt man Sommer, auch bei der Bundeswehr. Wie es bei der Bundeswehr so ist, hat man ja auch mal eine Übung. Da ich in einer Grundausbildungskompanie war, war diese Übung nur für die Rekruten und für den Sicherungs- und Unterstützungszug (Kanonenfutter).
Meine Aufgaben bestanden dadrin, Rekruten anzuschnauzen, in der Sonne zu sitzen, Bier zu trinken und mit meinem Chef in die Stadt zum Essen zu fahren. Außerdem im Gelände rumzuheizen, wobei auch meine Digitalkamera verloren ging. Der Feind waren Mücken und Zecken. Ich war entsprechend ausgerüstet und konnte im Gegensatz zu den Rekruten das Unterholz meiden. Es war Zeckenbefall bei den Rekruten mit bai.
Da die Rekruten den ganzen Tag im Gelände waren, musste das Essen zu den Rekruten kommen, was ich auch ab und zu übernahm. Mittags gab es dann "Oxenschwanzsuppe", so stand es jedenfalls auf den Essensthermen drauf. Sie stellte sich als zähflüssige braune Suppe heraus. Auf Grund dessen löste die Suppe keine Begeisterungsstürme aus, dementsprechend viel blieb auch über. Die Rekruten wussten ja nicht, dass es die Reste nochmal zum Abendbrot gibt.
Als sich die Rekruten dann also im Lager zum Essen einfanden, hatte die Kantine schon geschlossen, weshalb das Essen wieder von uns verteilt wurde.
Ich öffnete die Therme mit Oxenschwanzsuppe und fing an, sie marktschreierisch anzupreisen. Da dies nicht den gewünschten Erfolg zeigte, fing ich an, die Suppe per Befehl auszuteilen. Da sowas aber nicht befohlen werden kann, zeigte das auch keine Wirkung. Doch ein deutscher Soldat gibt nicht auf.
Ich nahm also eine Kelle voller Oxenschwanzsuppe und schleuderte sie jedem arglosen Rekruten in sein Feldessgeschirr, wenn dieser es am wenigsten vermutete. Er hielt sein Feldessgeschirr über den Tisch, um Brötchen und Wurst zu bekommen und wurde mit dem Patschen von Oxenschwanzsuppe überrascht. Danach gab es Brötchen und Wurst.
Nachdem ca. 160 Mann wider Willen versorgt wurden, war die Suppe leider leer. Aber mein Kamerad und ich mussten ja auch noch essen. Also öffneten wir die übrig gebliebenen Lunchpakete vom Mittag und sammelten uns das Beste raus. Danach gab es Hasseröder (0,5l) auf Ex. Schön war's gewesen.

Freitag, 28. November 2008

Mangels Kreativität entfällt die Überschrift. Ich bitte den geneigten Leser um Verständnis.

Ihr kennt ja alle Dodenhof. Das ist in Posthausen, an der A1 Abfahrt Posthausen und dann noch ein bisschen durchs Moor und dann ist man auch schon da. Das ist die Einkaufsstadt, die alles hat.
Das Planen der Fahrt löst jedesmal kontroverse Diskussionen aus. Zu oder nach Dodenhof? Der Fall ist ja klar. Zu Dodenhof, ist ja kein Ort. Zu Dodenhof nach Posthausen. Genau. Nachdem nun diese Formalitäten geklärt sind, kann ich ja anfangen.
Ich war ja bei Dodenhof (A1 Abfahrt Posthausen). Dort werden viele Dinge feilgeboten. Momentan noch etwas mehr, denn ist gibt einen kleinen Weihnachtsmarkt. Dort kann man Kleinkunst käuflich erwerben. Es gibt selbstgetöpferte, sehr hässliche Trolle mit Haaren. Ich sah diese Trolle an und bekundete meinen Unmut über eine derartige Hässlichkeit. Leider war die Bude nicht leer, die Kleinkünsterlin saß drin. Es tat mir ein wenig leid, sie wollte bestimmt ihr Trolle mit Haaren verkaufen und ist nun ganz entmutigt. Enttäuscht bin ich jedoch, da es weder Frucht-Wein, noch Likör zu laufen gibt.
Wie dem auch sei, ich betrat das Bekleidungshaus und stöberte schnell die aktuellen Trends durch, die ausnahmslos scheiße aussehen. Mit dem Entschluss, lieber nackig als in solche Lumpen gekleidet herumzulaufen, verließ ich auch den Bekleidungsbereich und marschierte gen Büromöbel.
Dort werden viele verschiedene Stühle für den Büroalltag verkauft. In dem Bereich stehen ca. 2837 Stühle verschiedenster Coleur. Die Kundenanzahl lag bei 0. Da lösen zwei Kunden natürlich einen regelrechten Ansturm auf die Sitzmöbel aus. Sollte man meinen. Zwei Verkäufer waren körperlich anwesend. Der eine saß an einem Schreibtisch und telefonierte ununterbrochen und sagte die ganze Zeit "Servus". Der andere lief hin und her mit vielen sehr wichtigen Zetteln in der Hand. Dass da keine Zeit für eine Kundenberatung bleibt, ist selbstverständlich.
Nach 10 Minuten des demonstrativen Herumirrens erbarmte sich ein Verkäufer und wir äußerten die Absicht, einen dieser Stühle zu erwerben. Sie waren nicht auf Lager, kommen aber bald wieder rein, einfach mal durchrufen und ruhig mal bisschen länger klingeln lassen. Natürlich, in der Bürositzmöbelabteilung ist derart viel Andrang, da dauert es schonmal, bis die Kundenmassen abgearbeitet werden. Voller Verständnis entließen wir die Verkäufer in die Einsamkeit.
Zurück im Trubel des Hauses gelüstete es mir nach etwas zu Essen und ich betrat das Dachgartenrestaurant. Panoramablick über Posthausen mit bai. Es stand Ente auf der Karte. Mit Rotkohl und Klößen. An der entsprechenden Nahrungsmittelausgabe angekommen, präsentierte sich diese sehr leer, zwei halbe Enten verschrumpelten einsam auf einem Teller. Spontan entschloß ich mich für ein anderes Essen und verließ das Restaurant.
Ich nahm dann eine warme Weihnachtsmarktbrezel zu mir. Mit Käse überbacken. Sehr lecker. Mit fettigen Pfoten betrat ich das nigelnagelneue Technik- und Sporthaus. Appleshop mit bai.
Im Sporthaus wurden diverse Dinge für Weihnachten gekauft. Im Technikhaus fasste ich alle Minilaptops mit meinen Brezelhänden an und suchte in der schlecht sortierten CD Abteilung nach fetziger Musik. Keine gefunden.
Das Beste hatte ich mir natürlich für den Schluß aufgehoben und so betrat ich den Apple Laden. Der Laden bestand aus einem großen Raum mit vier weißen Tischen. Dort standen verschiedene Maschinen drauf. Ich fasste ebenfalls alle an und probierte sie aus. Es funktionierte wunderbar. An der linken Wand hing ein großes Banner "Alles was Sie für Ihren iPod brauchen. iPod Zubehör". Unter dem Banner stand ein weißer Tisch. Auf dem Tisch standen zwei Geräuschmaschinen, wo man die iPods reinstecken konnte. Mehr nicht. Wundernd ob der Versprechung des Banners, schaute ich unter den Tisch, aber ich entdeckte nur Laminat. Nichtsdestotrotz, ein tolles Ladengeschäft.
Im Supermarkt deckten wir uns noch mit osmanischen Spezilitäten ein, denn dort ist ein Kanackenstand mit bai.
Was für ein Tag.

Dienstag, 25. November 2008

Tagebucheintrag zur Lage der Nation

Es geschah im Kieler Hauptbahnhof, auf der Rolltreppe vor dem Bowlingcenter. Ich fuhr nach oben. Die Hälfte der Höhe wurde mithilfe der bereits erwähnten Rolltreppe erfolgreich überwunden, als ein kleiner Türke mit seiner Familie oder Freunden die Rolltreppe, die gen Erdgeschoss führt, betrat.
Kommentar des kleinen Türken: "Wo fahren wir hin?" Verwundert blickte ich mich um. Eine Kreuzung auf einer Rolltreppe? Mehrere Auswahlmöglichkeiten die Richtung betreffend? Fehlanzeige.
Ich grübelte den gesamten Abend darüber nach, wo man mit dieser Rolltreppe noch hinfahren kann, außer nach unten? Geschoss Neundreiviertel? Ich werde es wohl nie erfahren.

Dienstag, 11. November 2008

Schule - Hort der Sicherheit

Heute hatten wir Schule. Wie jeden Tag hier in Kiel. Wie jeden Tag betraten wir das Schulgebäude durch den Seiteneingang. Er war unverschlossen. Wie jeden Tag. Dann nahmen wir den Fahrstuhl und fuhren in den 12ten Stock. Wie jeden Tag. Doch dann waren wir überrascht. Etwas war nicht wie jeden Tag. Es saßen keine schlaftrunkenen Gestalten auf dem Flur, voller Vorfreude auf den Leerer, der den Raum aufschließen möchte (Sicherheitsschloss mit bai). Nein, einige wenige saßen bereits im Raum. Er wurde ihnen aufgeschlossen. Aha.
Wie jeder Musterschüler begann ich unverzüglich mit den Hausaufgaben. Doch irgendetwas war seltsam. Jeden Tag ist der Flur voller Schüler, die auf qualitativ hochwertigen Unterricht warten. Heute war alles leer.
Dann klingelte mein mobiler Fernsprechapparat. Es war Kollege Büßen. Ob wir denn im Raum seien. Natürlich sagte ich, wie jeden Tag. Er legte uns trotz des routinemäßigen Aufenthalts in dem Raum nahe, diesen unverzüglich zu verlassen, da eine Bombendrohung gegen die Schule vorliegt. Ich solle mal aus dem Fenster gucken, da stünden alle. Tatsächlich, dort standen ein paar Gestalten und winkten.
Voller Plichterfüllung meldete ich die Situation an die Kollegen weiter. Mir glaubte natürlich keiner. Etwas echauffiert bot ich ein persönliches Gespräch über meinen mobilen Fernsprechapparat an, um Kollege Büßen zu kontaktieren. Als eine Kollegin ihn anrief um dann kurz danach meine Aussage zu verifizieren, begaben wir uns unverzüglich aus dem Raum heraus, gen Fahrstuhl. Der Fahrstuhl war inzwischen abgeschaltet. Leicht schockiert ob meiner fehlenden Glaubwürdigkeit traten wir den Weg durch das Treppenhaus an. Ein paar Stockwerke weiter unten begannen dann auch die schuleigenen Sirenen Baujahr 1965 zu heulen und zu uns gesellten sich weitere Schüler. Wir verliessen das Gebäude durch den Seiteneingang (unverschlossen) und trafen uns mit dem Rest der Klasse. Wenig später wurde bekannt gegeben, dass die Schule heute erst um 11.50 stattfinden würde. Solange dauert es nämlich, bis die Spürhunde der Polizei die Schule durchsucht hätten.
Wir fuhren zurück nach Hause. Ich war immer noch schockiert. Warum? Darum:

  • der Drohanruf kam um 7.30, wir verließen das Gebäude um 8.15.
  • warum waren die Haupteingänge verschlossen, aber die Seiteneingänge geöffnet, ohne Aufsicht?
  • warum waren die Fahrstühle in Betrieb?
  • warum waren die Sirenen nicht an?
  • warum war nirgendwo eine Person, die die ankommenden Schüler von der Drohung informierte?
  • warum funktionierte die Sirene nicht in unserer Etage?

Wissenswertes: die Kieler Innenstadt wurde um die Schule herum gesperrt, darunter die wichtigsten Straßen Kiels.

Nebenbei bemerkt:

Ich lernte heute ein tolles Wortgebilde kennen. Als wir wieder Schule hatten, musste jeder Schüler etwas vorstellen (Verknüpfung Hausaufgaben). Dazu wurde ein handlungsorientierter Sitzkreis geschaffen.

Aktueller Informationsverknüpfungszipfel.

Samstag, 8. November 2008

Wo bin ich?










































Ratet. Auflösung demnächst.

Mittwoch, 5. November 2008

Brot

Brot ist lecker und schmackhaft. Auch sagt man dem Käsebrot nach, dass es ein besonders gutes Brot sei. Auch in Kiel gibt es Brot. Dort wurde es bei meinem Arbeitgeber feilgeboten (0,99 Zäntt).
Auf Grund des heutigen Schultages kam mir der gute und kluge Gedanke, mir ein schönes Butterbrot zu machen. Ich packte aus: Butter und Edelsalami. Da fehlte nur noch das Brot. Ich öffnete den Küchenschrank. Brot lag dort. Brot war krumm. Schief und hart.
Ich prügelte ordentlich Butter auf die Scheibe, in der Hoffnung, das Brot würde das Fett aufnehmen wie eine Blume das Wasser. Leider nein. Es blieb krumm. Schief und hart.
In der Schule angekommen hatte ich Hunger. Ich packte mein Brot aus und hielt es in den Händen.
Brot war krumm. Schief und hart.

Dienstag, 4. November 2008

November

November ist da,
Blog ist es nicht.
Laub fällt von den Bäumen,
Ideen tun es nicht.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Erbsensuppe als multifunktionales Mittel

Ich bin ja jetzt in Kiel. Da ist Schule. Im Blockunterricht. Die Schule ist ein großes Haus (15 Stockwerke) Hört sich viel an. Ist es auch. Aber pro Etage gibt es maximal vier Räume. Das Baujahr des Gebäudes ist in den 60ern Jahren zu datieren. Woher ich das weiß? Im Fahrstuhl hängt ein Schild: Baujahr 1965. Na das weckt doch Vertrauen! Seit dem wurde an dem Gebäude nichts mehr verändert. Einfachverglasung an den Fenstern, die Farbtöne der Flurbestreichung ist zwischen Ocker, einem dreckigen Orange und Erbsensuppengrün einzuordnen. Die Fahrstühle sind oftmals kapott. Und es gibt nur drei für die ganze Schule. In den Pausen fährt jeder Fahrstuhl nur in ein bestimmtes Stockwerk.
Gottfant sei Dank, dass unser Raum immer im 12. Stock ist. Der wurde von der Firma bezahlt. Computermaschinen, Internetz, neue Möbel und frischer Anstrich vorhanden. Aber auch die restlichen multimedialen Räume sind nicht schlecht ausgestattet. Smart Boards gibt es. Unter anderem. Laptops und Beamer auch. Und sie funktionieren sogar. Die Leerkörper sind bisher alle ganz in Ordnung. Aber viel Wissen bieten sie nicht feil. Ich hätte auch das Buch mit nach Hause nehmen können und es durchlesen können. Hab ich aber nicht. Bin hier. In Kiel. In einem Wohnheim.
Das hat nur 12 Stockwerke und nur einen Fahrstuhl. Der ist aber jünger (70er Jahre. Natürlich 20tes Jahrhundert). Hier hat jeder seine behagliche Kammer und einen eigenen Schacht. Auch eine Nasszelle ist vorhanden. Duschvorhang von IKEA (HEWI).



















Des Weiteren gibt es ein Bett, einen Nachtschrank, auf dem eine Lampe aus der Bauzeit des Hauses steht. Außerdem einen Schreibtisch und einen Stuhl. Wandschrank gibt es auch. Aber da sind keine Fächer drin. Voll doof. Kein Platz für Schlüppers. Die sind jetzt im eben erwähnten Nachtschrank. Interessant, woll? In dem Regal über dem Bett ist nicht viel los. Darum trank ich extra 6 Flaschen Flens, um die leeren Flaschen dort dekorativ zu drapieren.






































In der Gemeinschaftsküche gibt es für jeden einen abschließbaren Schrank und ein abschließbares Kühlschrankfach. Dort passt eine 0,33l Flasche Pils stehend rein. Auch bereite ich mir dort spärliche Nahrung vor. Dosenessen (Erbsensuppe), Weintrauben und kalte Bockwurst. Wie jeder erkennt, lebe ich hier sehr gesund.
Abends ist hier manchmal Swutsch. Es wird geredet und Limonade getrunken. Um 20.30 Uhr gehen dann alle ins Bett.
Abends ist hier manchmal Swutsch. Es wird geredet und Alkohol getrunken. Dann fliegen manchmal Sachen durch die Gegend (hörte ich).

Das wars erstmal ganz grob aus Kiel.

Freitag, 24. Oktober 2008

Weibliche Wut

Mein heutiges Fundstück ist ein Faltblatt zum Thema weibliche Wut. Da ich das Thema für unterrepräsentiert halte, veröffentliche ich hier das Blatt.

Das Schrecken hat ein neues Gesicht.

Jahrelang lag ich verborgen im Regal. Ich wärmte mich in den warmen Sonnenstrahlen oder genoss das Schneetreiben vor dem Fenster. Stürme kamen und gingen, doch ich blieb in meinem Regal liegen. Bis heute. Unsanft wurde ich aus dem Regal gerissen, jahrelang vergessen. Doch plötzlich erinnerte man sich meiner. Ich freute mich über die leuchtenden Augen der Kinder, die ich mit meiner hüpfenden Art in einen Zustand absoluter Glücksseligkeit katapultiere. Normalerweise. Heute war alles anders.
Denn heute wurde ich dieser Bestie vorgeworfen. Aus dieses Augen spricht die pure Mordlust!



















Man füllte Luft in mich, bis ich zum Bersten voll davon war. Dann stürzte sich die Bestie auf mich.
















Ich wurde geschüttelt und geworfen. Ich wurde mit Zähnen und Krallen malträtiert. Irgendwann ging mir die Luft aus. Doch ein außerordentlich gutgebauter und schöner Mensch flickte mich mit Panzerband (Bund) zusammen, sodass mein Märtyrium weitergehen konnte. Zum Glück hielt das Flickwerk nicht lange. Ich wurde so schneller von meinem Leiden erlöst.
















Später lag ich nur noch platt am Boden und wurde das letzte Mal geschüttelt. Dann ließ die Bestie von mir ab. Mein Kadaver liegt immer noch auf dem Schlachtfeld.




















Gedenket meiner.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Das Auto.

Was ist mir heute fad,
drum bin ich mir
auch nicht zu schad'
zu schreiben.

Gestern war ich bei www.dodenhof.de
Also nicht im Internetz, sondern richtig mit bai. Dort werden viele Dinge feilgeboten. Unter anderem haben die ein gutes Sortiment an ferngesteuerten Autos, Golfbällen, Treckern, Hubschraubern, Hoovercrafts, Motorrädern und Panzern. Die Preise sind von bis im Rahmen. Wie dem auch sei, ich wollte für unseren Hund (schwatt) ein Auto (ferngesteuert) kaufen, da sie den Vehikeln sehr gerne hinterherläuft, anbellt und in die Reifen beißt. Kann ich durchaus nachvollziehen. Nach langem Suchen wurden wir fündig und wählten das Modell Wüstenfuchs von der renommierten Chinaschrott aus Plastik Firma Dickie. Dickie ist bekannt für Spielzeug aus Plastik, welches leicht kaputt geht. Doch das Auto macht einen sehr robusten Eindruck. Ist ja schließlich auch ein Wüstenfuchsstrandbuggygeländewagensuvatvsav. Farbe: rot. Aufkleber mit bai. Stollenreifen. Und Federung hinten. Zweiradhinterradantrieb. Batterien mit bai. Keine Kopfhörer. Fernbedienung mit blauer LED Beleuchtung, die dem Fahrer die Augen ausbrennt. Soviel zu den technischen Daten.






























Am selben Abend wurde das Fahrzeug eingeweiht, standesgemäß mit aufgeklebter Taschenlampe.
Heute, bei einigermaßen hellem Tageslicht, ging es weiter. Auf den Fotos sind sehr gut die Spuren meiner riskanten Fahrweise zu erkennen, die oftmals in der Zitronenmelisse enden. Doch davon lasse ich mich nicht beirren!



































Lebbe geht weiter!

Ein friedlicher Morgen

Endlich Urlaub! Abends lange aufbleiben und morgens ausschlafen. Ausschlafen? Was definiere ich unter Ausschlafen? Ausschlafen bedeutet für mich, länger als sechs oder sieben Stunden schlafen zu können. Das wäre ja jetzt geklärt.
Dem Genuss des Ausschlafens können Kinder ab und zu ja abträglich sein. In meinem Falle die Nachbarskinder, die eine besondere Spezies bilden. Künftige Ausbildung als Hartz IV prognostiziert. Warum? Absolute Blödheit, selbst als Kind. Die Kommunikation der Eltern sowie der Kinder bewegt sich lautstärkemäßig auf dem Niveau eines Presslufthammers. Die Mutter sieht ähnlich aus wie Cindy aus Marzahn. Nur ohne die ganze Schminke, aber die Kleidung stimmt.
Diese wundervollen Geschöpfe haben derzeit Besuch von der Verwandtschaft, die sich Kommunikativ auf ähnlich hohem Niveau bewegen. Natürlich spielen diese Kinder auch und ich bin ja schon froh, wenn diese Generation Kinder überhaupt noch einen Fuß vor die Tür setzt. Doch irgendwie habe ich ein anderes Verständnis von Spielen. Jedenfalls bedeutet spielen für mich nicht, mit einer Schaufel auf die Rutsche aus Stahl einzuschlagen, den Hund anzubrüllen oder sich gegenseitig anzubrüllen.
Soeben beobachtete ich den Cousin der hier lebenden Kinder bei einer besonders diffizilen Art des Spielens. Man braucht: eine Schaufel (!) und einen Laubhaufen. Man nehme nun die Schaufel und schlage auf den Laubhaufen ein. Vergleiche Hierzu das Spiel: Mit Schaufel auf Rutsche hauen, mit Schaufel auf Zaun hauen und mit Schaufel in die Luft hauen. Das ganze wird untermalt durch Gekreische. Hinzu kommt noch das Brüllen der Mütter (vgl. hierzu die Stimme des Sängers von Six Feet Under oder einer KZ-Aufseherin).
Dieses herrliche Prekariatsintermezzo bereichert meinen Morgen.

P.S. Arrogant? Ich?

Samstag, 18. Oktober 2008

Nöööööööö

Ihr erinnert euch an den kurzen Eintrag über den Hippie? Vor einigen Wochen war seine Schwester da. (Nur geraten).

Folgende Situation. Stellt euch die Stimme von Anke Engelke in der Wochenschau vor, wie sie die Lesbe in der Gesprächsrunde spielt.
Die Hippiefrau betritt die Bühne.
"Ja, Hallloooo, können Sie mir vielleicht weiterhelfen?"
Ich: "Sie wünschen?"
"Ich suche Haselnusssirup, das ist wirklich sehr wichtig für mich."
Ich: "Für Desserts oder Getränkesirup?"
"Also ich nehme den ja für alles, der schmeckt immer gut, nööööö."
Ich: "Aha." Dann folgen Sie mir bitte."

Ich gehe entschlossen Richtung Sirupregal. Ich nehme den Sirup in meinen stahlharten Griff.
Ich: "Hier haben wir Haselnusssirup."
"Sie haben mir wirklich den Tag gerettet, nööö, das ist nämlich wirklich wichtig für mich, nöööö."
Ich: "Mille Mille Mille Mille Mille!"

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Eintrag am Rande.

Dies ist nur ein Eintrag am Rande. Außerplanmäßig. Wollte nur was erzählen.

Heute sah ich den Idealtypus eines Hippies bei uns einkaufen. Frisur wie Jesus, zugewachsen im Gesicht (Bart, voll) und ein schöner selbstgestrickter Pullover. Und er lief barfuß rum. BARFUSS! Was er wohl einkaufte? Körner? Sojamilch? Fußgestampftes Olivenöl? Oder war er aus seiner Bauwagenkommune verstoßen worden? Hatte er seinen Kumpanen das Schaffell geklaut? Fragen über Fragen. Sie werden für immer unbewantwortet bleiben.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Erlebnisse bei der Bundeswehr, Teil I ( nix chronologisch)

Es war einmal ein Mann. Der ging zur Bundeswehr. Dort traf er viele andere Männer, die selbiges auch taten. Manche mochte man und manche nicht. Manche waren normal, manche waren krank. Manche wollten da sein, manche nicht.
Und hier setze ich an. Auch wenn man schon Soldat ist, darf man verweigern. Isso. Dies taten viele, nachdem sie erfuhren, dass Mama ihnen kein Frühstück ans Bett bringt. Und bei allen klappte es. Außer bei einem. T.! T. wirkte immer etwas degeneriert. Er machte nie was mit und sprach kein Wort. Des Weiteren protestierte er, indem er nie duschte. Oder er duscht sowieso nie, wer weiß das schon? Er schrieb jedenfalls seinen Kriegsdienstverweigerungsantrag (KDV). Warum er verweigert? Knie kaputt lautete seine Begründung. Der Antrag wurde abgelehnt. Aus gesundheitlichen Gründen kann man nur vom Arzt entlassen werden und dieser stellte keine Erkrankung des Knies fest. T. überlegte scharf. Wie schafft er es nur, aus diesem Verein rauszukommen. Genauuu, er verweigert mit der Begründung, dass sein Knie kaputt sei. Er bekam die gleiche Antwort wieder. Er kann sich nicht selber eine Krankheit attestieren.
Nanu, dachte sich T. hat ja schon wieder nicht geklappt. Diesmal nehme ich eine andere Begründung. KNIE! Aber komischerweise wurde auch der dritte Antrag abgelehnt. Jetzt waren schon zweieinhalb Monate des Gundwehrdienstes um und er hat nichts mitgemacht. Keine Ausbildung genossen. Nichts. Und da sagte er sich todesmutig, wenn mein Knie nicht wirkt, dann bleib ich eben doch hier. Und er blieb für die restliche Zeit dort, duschte trotzdem nicht und sprach kein Wort. Er war allen unheimlich. Trotzdem durfte er mit auf die Schießbahn und scharf schießen. Mit einer kleinen Einschränkung. Niemand vertraute ihm, deshalb hielt ihn immer eine Aufsicht an seinem Koppel fest, wenn er eine scharfe Waffe in der Hand hatte. Sodass er zurück gezogen werden konnte, sollte er mal durchdrehen. Die Aufsicht war natürlich auch bewaffnet (P8).
Ich war und bin froh, dass ich nie wieder schießen musste, besonders nicht mit dem Typen und saß in meinem warmen Büro und laß die BILD.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Schadenfreude ist die schönste Freude...

Endlich Feierabend. Es ist 20:05 Uhr. Durch die Kälte gehe ich auf dem fast leeren Parkplatz auf mein Auto zu. Doch was ist das? Ein buntbemaltes Hippieauto steht dort, eine Frau und ihr Kind steigen aus, laufen auf den Eingang zu. Es ist 20:06 Uhr. Der Markt ist geschlossen. Ich lache.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

IKEA Brinkum

Der 7.10. war ein bemerkenswerter Tag. Das Anfassgerät kam UND ich war bei IKEA in Brinkum. Dort gibt es sogar ein Parkhaus, wo unser VW Bus reinpasst. Wir fuhren trotzdem auf den Parkplatz. Angekommen im Haus, nahmen wir einen Katalog mit und gingen schnurstracks zu den Kötbullar. Sie schmoren dort in einer großen Pfanne vor sich hin. Ich bestellte eine große Portion mit Kartoffeln.



















Ich bekam ca.21 Kötbullar mit 3 Litern Rahmsauce. Die Kartoffeln befanden sich in einer extra Schale und schwammen in 1 Liter Rahmsauce. Ich konnte mich nicht über fehlende Sauce beklagen. Dazu trank ich ca. 1 Grad kaltes Wasser mit dem Kohlensäuregehalt von einer Kiste Bier. Irgendwann wollte ich etwas anders trinken und holte mir ein Erfrischungsgetränk mit Orangengeschmack. Die Kohlensäure, die das Wasser zuviel hat, hatte das Getränk zu wenig, weswegen es mich stark an Elchurin erinnerte. Ich trank zwei Schlücke Elchurin und dann ging der Rundgang auch schon los. Wir suchten Stühle und Hocker und fanden zwei Hocker. Frosta lautet der Name. Die Stühle ließen wir dort, damit andere Kunden sie kaufen konnten.
Irgendwann befanden wir uns in der Markthalle, wo man Kerzen mit Gestank sowie Teelichter und Besteck kaufen kann.
Außerdem verkauft IKEA jetzt seltene Gläser und edles Porzellan. Diese teuren Stücke werden durch ein spezielles Regaletikett kenntlich gemacht.



















Diverse Gläser und Auflaufformen später waren wir in der Dekoabteilung. Nichts böses ahnend ging ich meiner Wege und sah vor mir einen Mann stehen, der mit seiner Frau/Freundin sprach. Ganz plötzlich steckte er sich die Hand und den halben Arm hinterher in die Hose und kratzte sich am Arsch. Das fand ich doch sehr penetrant, denn ich stecke mir nie in aller Öffentlichkeit den Arm in die Hose und fummel mir am Hintern rum. Privat übrigens auch nicht. Hier von habe ich kein Foto gemacht.
Zwischen stinkenden Kerzen und einer Kerze von der Größe eines Goudas suchte ich nach einem Geschenk für meine Schwester und wurde nich fündig. Traurig zog ich meine Wege weiter in die Halle mit den Regalen. Ich nahm zweimal den Hocker Frosta mit. In der Mitte war schon Weihnachtsdekoration aufgebaut. Es gab auch Kuscheltiere für Kinder. Darunter so beliebte Tiere wie Spinnen, Fledermäuse, Ratten, Kellerasseln und Schaben. Welchen Hass müssen Eltern verspüren, um ihren Kindern derart hässliche Plüschtiere zu kaufen?
Ein paar Meter weiter fand ich endlich ein tolles Geschenk für meine Schwester.
An der Kasse bezahlten wir ein geringes Entgeld. Das war es wert. Im Essenladen kauften wir noch Marabou und Knäckebröd. Dort gab es auch Kötbullar. Die 1000g Tüte für den kleinen Hunger. Wir wollten zahlen, doch die Eismaschine forderte die Hot Dog Fachverkäuferin und sie fühlte sich genötigt, eine große Dose Elchsamen in die Maschine zu kippen. Dann kam auch wieder leckeres Softeis aus der Maschine. Eine tolle Maschine.
Als wir vom Parkplatz fuhren, blickte ich noch einmal sehnsüchtig auf das Gebäude. Ich komme schon bald wieder...

Dienstag, 7. Oktober 2008

Das Anfassgerät

Heute brachte der UPS Mann Sören ein Paket für mich. Braun mit Etikett oben drauf. Sicher verpackt in Knallfolie förderte ich dieses Ding zu Tage.




















Rechts ist gut zu erkennen: eine Lasche. Wenn man dran zieht, geht die Folie ab und man hält eine Plastikbox in der Hand. In der Box ist das Anfassgerät. Es wird sicher festgehalten durch zwei Plastikklemmen. Ich verbrachte einige Zeit damit, das Gerät herausholen zu wollen, ohne das Plastik zu zerstören. Irgendwann ging es durch Zufall auf und ich hielt das Gerät in der Hand.
Unter dem Anfassgerät ist eine Grafik auf dem Papier aufgedruckt, wie man den iPod am besten herausholt. Danke Apfel. Das holf mir. Wirklich. So weiß ich wie es geht, wenn ich das zweite Gerät erwerbe.

Heute Abend machte ich mich dann ans Entdecken des Gerätes. Internetz geht, woll! Ich lud wichtige Anwendungen herunter. Ein virtuelles Bierglas und eine Fernbedienung. Jetzt kann ich meine Musikbox vom Sofa aus bedienen. Sehr praktisch. Außerdem eine Anwendung, die MSN und ICQ zusammenfasst. Das funktioniert auch. Außerdem ein Rennspiel aus der Steinzeit (0,79€).




















Natürlich lässt Apfel sich nicht lumpen und legt dem Anfassgerät reichhaltiges Zubehör mit bai.
Ein Tuch, ein Stück Plastik, ein Kabel und Kopfhörer, die besser in der Verpackung bleiben. Wahnsinn! Wofür noch Zubehör kaufen? Ist doch alles dabei, was man braucht. Dazu gibt es noch zwei Aufkleber und natürlich eine Bedienungsanleitung. Die Bedienungsanleitung ist in etwa so ausführlich wie der Text auf einem Bierflaschenetikett. Ich musste im Internet nachgucken, wie die Bildschirmsperre angeschaltet wird.
















Das Gerät liegt gut in der Hand und das Tippen geht besser, als ich dachte. Nur die Wortvorschläge sind, gelinde gesagt, pissekackefickscheißarsch.
Man sieht super die Fingerabdrücke auf dem Gerät. Deshalb wurde das schwarze Tuch beigelegt. Damit man fleißig putzen kann.
Oder man wäscht sich einfach mal die Hände. In dem Zusammenhang verweise ich auf das Internetztagebuch des Kollegen WMF und auf meinen bescheidenen Eintrag unter diesem hier.
Außerdem ist ein Lautsprecher integriert. Dort kommt manches Tönchen hervor. Gepiepe oder Spieltöne. Toll.

Fazit: Keine Ahnung, ich probiere es noch weiter aus, im Moment sehr gut.

P.S. Man kann angeblich sogar Musik damit hören. Ich weiß es nicht, probierte es noch nicht aus.

Montag, 6. Oktober 2008

Neudeutsch, die Autoindustrie und meine Hilfe

Jeder kennt sie, doch so mancher weiß kaum etwas mit ihnen anzufangen. Die Rede ist von neudeutschen Wörtern und Abkürzungen.

Sehr gerne werden diese Wörtneuschöpfungen in der Automobilindustrie verwendet.

Hier handelt es sich um einen VAN:














Und das hier ist ein SUV (Sports Utility Vehicle)













Dies soll ein SAV (Sports Activity Vehicle) sein, sieht aber aus wie ein Van. Egal.














Und das dolle Ding hier ist ein ATV (All Terain Vehicle):















Und ich dachte mir, warum eigentlich nicht für jede Fahrzeuggattung eine flotte Abkürzung mit drei Buchstaben? Hier meine erste Idee:


FEV (Fucking Everywhere Vehicle):

Sonntag, 5. Oktober 2008

Touchscreen, HotSpot und Fingerfood

Dies schrob ich vorhin für T.B. -> WMF:

Ich veröffentliche es hier.

Wer denkt sich beizeiten nicht: „Oha, jetzt muss ich mir mal Neues kaufen.“? Nicht, weil man es unbedingt braucht, sondern weil man es haben will. Ähnlich ging es, als die Firma Apfel von Steve Arbeit den neuen iPod Anfassen (touch) präsentierte. Er hat einen Touchscreen mit bai. Ein Touchscreen ist eine tolle Sache. Man hat keine Tasten und darf endlich das machen, was sonst verboten ist. Mit Wurstfingern auf Bildschirmen patschen. Ich freue mich auf mein neues Gerät mit Touchscreen, welches nächste Woche kommen soll.

Doch ist sich der Endverbraucher (wir) überhaupt im Klaren darüber, welche Konsequenzen ein Touchscreen nach sich zieht?

Es gibt mittlerweile immer mehr so genannte Hot Spots. An Bahnhöfen, im ICE, bei Mc Dreck oder Starbucks. Da ist man dann natürlich der coole Typ, wenn man sein Anfassgerät herausholt und schön im Internetz surft, während andere Menschen sich mit Gesprächen und sozialen Kontakten abmühen müssen. Doch, wenn man sich nun zahlreiches Fingerfood bestehend aus Chicken Nuggets oder Pommes genehmigt hat, dann wird das patschen auf dem Touch schnell unspaßig. Fettflecken mit bai. Ganz schön unschön.

Und was sagt uns das? Manche Dinge passen nicht zusammen: Feuer und Wasser, Hund und Katze, Yeti und Reinhold Messner und natürlich: Fingerfood und Touchscreens.

Neuheiten

Moin,

es gibt was Neues. Und zwar:

- die Zeitzone ist nicht mehr GMT - 8
- anderes Layout
- Unterschrift über dem Bloggtitel (worume es hier geht)
- eine Umfrage (wichtig)
- JEDER kann jetzt kommentieren. Ich bitte, die Funktion zu nutzen. Ansonsten Kopfblut.

Das war es auch. Ein neuer Tagebucheintrag ist in Arbeit, ein Thema wurde gefunden.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Jugendkultur

Liebe Leser,

um die Jugend und ihre komplexe Sprache und Ausdrucksweise zu verstehen, bedarf es des Forschens in der Praxis. Genau das tat ich heute im Rahmen der Arbeit.

Eine sehr interessante Phrase habe ich dabei erfassen können. Es handelte sich um eine Konversation zwischen drei ca. 12-14 Jahre alte Menschen, zwei Damen, ein Herr.

Ich zitiere den Herren: "Du scheiß Missgeburt [...] Halt's Maul, du fette Seekuh..." (Zitat Ende).

Aufgaben:

1) Fassen Sie den Inhalt der oben beschriebenen Aussage kurz zusammen.
2) Interpretieren Sie die Aussage in Hinblick auf das Alter der Personen sowie auf die vorpubertäre Entwicklung.

Montag, 29. September 2008

Pohund.

Kennt ihr das? Ein Hund setzt sich hin und zieht sich mit den Vorderpfoten sitzend über den Boden. Sieht lustig aus. Machte mein Hund vorhin auch.


Zog eine braune Spur auf dem Teppich, roch dran und entschwand.

Ich reinigte den Teppich.

Sonntag, 21. September 2008

Erinnerungen eines Fremden

Gestern Abend war ich mit einem Freund auf dem Erntefest in Stedorf, Dörverden. Auf Einladung des örtlichen Ernteclubs waren wir willkommene Gäste.
Beim Eintreffen der Schock. Viele Kinder mit bai (16 Jahre abwärts). Ich war skeptisch. Eintritt 5€. Ich war wahrlich erbost, bezahlte jedoch anstandslos. Die Sicherheitsleute von Werder Bremen (rote Jacken) waren mit bai. Wir rückten also in den Saal ein und tranken erstmal ein Bier und trafen viele Bekannte. Dann nach draußen zur Wurstbude. Hunger. Schaschlik war schon alle. Fickscheißarschbude. Ich aß eine Krakauer und zum Nachtisch Pommes weiß. Dann zurück aufs Zelt, diverse Gläser Gerstensaft getrunken und, leider leider leider, Mischungen. Havanna Limette (2€). War lecker. Gegen halb drei verließen wir den Saal bzw. das Zelt. Taxi angerufen, Taxi kam prompt (30€).
Um drei war ich endlich zuhause. Gut was getrunken, aber keine Übelkeit mit bai. Sofort schlief ich ein.
Dann begann die Hölle auf Erden. Um halb 8 oder 9 wachte ich auf. Im Magen fand eine Rebellion statt. Ein Schluck Wasser feuerte die Rebellion an. Aha. Nix Trinken, essen sowieso nicht. Ab ins Bett. Um halb 10 erneutes Aufwachen. Mein Kopf drohte zu explodieren. Der Magen auch. Ich stand auf und schwankte durchs Haus. Noch nie ging es mir derart schlecht. Ich wunderte mich, woran es lag. An drei Mischungen bestimmt nicht. Und an ein paar Bier auch nicht. Seltsam. Ich beschloß, mich aufs Sofa zu legen. Ich las in meinem Warenkunde das Kapitel über Innereien. Stichwort Kutteln. Das war meinem Zustand in keinstem Maße zuträglich, deshalb beschränkte ich mich aufs Augen schließen. Und schlief ein. Zwei Stunden später. Quasi JETZT. Keine Übelkeit mehr, keine Kopfschmerzen mehr. Ich aß Frühstück und es blieb drin. Ich spielte mit dem Hund (schwatt) und stieß mir die Zehen an der Treppe. Alles wie gehabt.

Jetzt frage ich mich, was war das? Kurzzeitkater? War die Krakauer (2€) schlecht? Oder gar die Pommes? Ich weiß es nicht. Ich kann nur rätseln.

Abschließend bedanke ich mich beim Ernteclub Stedorf und beim Schützenverein Stedorf für die Bewirtung und bei den Türstehern (rot) für die Unterhaltung vor der Wurstbude. Ein kleiner Schlach in den Nacken tut den kleinen aufmüpfigen Jungs mal ganz gut. Sie waren kiebig, weil sie nicht auf das Fest durften (Erst ab 18).

P.S. Bei den Türstehern waren Kopfhörer bai. Aber nur einer pro Person.

Mittwoch, 17. September 2008

Töff TÜV

Heute war ich beim TÜV.

Also eins der Motorräder musste zum TÜV. Aber alleine wollte es nicht, also kam ich mit. Der Prüfer prüft alles bei sich auf dem Hof. Er hat da eine Werkstatt mit bai. Als ich ankam, war er grade fertig, den Trecker (Fendt) eines Opas zu prüfen. Voller Bescheidenheit fuhr ich mitten auf den Hof und blieb dort stehen, damit er mir besser sagen konnte, dass ich jetzt dran sei. Er sagte, ich müsse zur Seite fahren, der "Bully" wäre noch dran. Soso.
Der Bully stellte sich als ca.15 Jahre alter Renault Lieferwagen heraus. Von der Größe mit einem Sprinter vergleichbar. Auch der Lieferwagen (weiß) hatte jemanden mitgebracht. Ein älteres Ehepaar. Die Frau kam mir sofort komisch vor. Doch vorher spielte der Renault etwas Orgel, bevor er dann endlich ansprang. Faustgroße Feinstaubpartikel entwichen seinem Auspuff und schlugen mir auf die Nase. Quietschenderweise wurde das alte Fahrzeug in die Halle gefahren. Es quietschte sowohl beim Fahren, als auch beim Bremsen. Besagte Dame stand am Rand des Hofes und sah zu, wie der Renault in die Halle gefahren wurde. Plötzlich sah sie mich an, grinste breit und sagte "Quietsch". Auf eine Reaktion meinerseits wartend, verdeutlichte sie ihre Aussage, indem sie "Quietsch, quietsch, quietsch" sagte und lachte. Unauffällig drehte ich mich weg und schaute auf mein Handy.
Währenddessen war die Untersuchung des Renault beendet. Durchgefallen. Ich freute mich, kam ich doch so schneller an die Reihe. Der Renault nahm seine Begleitung auf und fuhr direkt in die Werkstatt, respektive Schrottplatz.
Bei mir war alles ok. Dauerte 10min und kostete 54€. Abgasuntersuchung seit einigen Jahren mit bai. Die kostet 14€ und dauert 2 min. Die Probefahrt des Prüfers dauert 3min. Das Eintippen der Daten in den PC dauert 5min.
Ich habe jetzt eine neue Plakette (braun).

Freitag, 12. September 2008

Der Schrecken des Nordens

Heute mal nur ein Bild. Ihr werdet wissen, was damit anzufangen ist.

Donnerstag, 11. September 2008

Easy Rider

Mein Vater kaufte vorgestern die Bestände einer aufgelösten Fahrschule auf, darunter auch die Schaufensterdeko. Ein Pocketbike. Ihr habt vielleicht schon davon gehört. In der Bucht ab 70€ zu haben, verfügen diese Mopeds über die Größe, einen drei Jahre alten Pygmäen zu transportieren.
Trotzdem wollten meine Schwester (16) und ich es ausprobieren.

Ich fuhr mit dem Auto zur Tanke und bestellte das erste Mal in meinem Leben 1,5 Liter Gemisch. 1:50. 2,63€ teuer. Ich war versucht, den Betrag in Pfandflaschen zu bezahlen, um der Situation mehr Authentizität zu verleihen. Ich bezahlte jedoch bar.
Zuhause angekommen füllte ich sofort den Tank auf. Randvoll. Nach mehrmaligen Ziehen an der Schnur (keine Anreißleine, eine Schnur), ging der Motor an. Das Geräusch lässt sich mit einem Motocrossrennen ohne Schalldämpfer vergleichen. Sofort setzte ich mich auf das Moped und gab Gas. Man muss wissen, dass dieses Moped die Kraft des Motors nicht in Vorwärtsdrang, sondern in Vibrationen investiert. Ich stand also auf der Stelle, gab Gas und zitterte. Der Krach und der Gestank sind unbeschreiblich.
Nach kurzer Zeit fuhren wir aber trotzdem unsere Auffahrt hoch und runter.














Es macht Spaß. Jedoch reicht die Kraftentfaltung des Mopeds nicht aus, um jemanden die Bockwurst vom Teller zu ziehen. 100m Auffahrt sind zu kurz zum Beschleunigen. Außerdem funktioniert die Lenkung nicht. Kein Wenden während der Fahrt möglich (Wendekreis ca.30m) Später gab es kleine Zwischenfälle:

1) nach einiger Zeit ging das Moped immer aus. Meine Schwester gab leicht Gas und zog an der Schnur. Moped fuhr. Nur ohne Schwester auf dem Sitz.

2) Jetzt geht gar nichts mehr. Trotzdem ich dreißig Minuten zog und alles versuchte, ich habs nicht anbekommen. Ich fluchte viel und schwitzte viel. Schweißränder mit bai. Ich versuche es später nochmal.



Während der Fahrt verletze ich mich außerdem. Wenn man drückt, blutet es sogar.

Und? Ihr werdet euch fragen "Ist es das wert"? (2,63€)

Ich sage JA.
















ENDE.

Sonntag, 7. September 2008

Kosmische Fügung - Verbindung über hunderte von Kilometern

Dieser Beitrag ist an WMF gerichtet.

Ich habe seinen Torso gefunden, bzw. den Torso des Skelettes, welches er vor 150 Jahren verloren hat.
Heute kam mir auf einem großen Parkplatz in Verden ein Ehepaar entgegen. Sie: Solariumbräune und Reptilienhaut. Er: Kariertes Hemd, bis zum Bauchnabel geöffnet, Brustbehaarung quoll heraus. Und ein Goldkettchen mit bai. Und was hing an der Goldkette? Genau, ein torsoähnlicher Anhänger, vergoldet. Sanft schmiegte sich der Torso in das üppige Brusthaar. Der Mann schaute grimmig, wohl wissend, welche Geschichte der Torso hat.

Alles Zufall?

Freitag, 5. September 2008

Von Sangrita und Burgonnje Schardoneh

Heute war ein guter Tag bei der Arbeit. Es war recht voll. Es gibt nämlich eine Werbeaktion. Manche Sachen für nur 5€. Ihr möget lachen, aber echt so. (5€). Aber das tut eigentlich nix zur Sache, denn die Aktion läuft schon die gesamte Woche. Erwähneswert ist höchstens, dass ich 360 Dosen Rindfleisch verkauft habe. 4 Stück 5€ (400g).

Er ist alt und es ist ein Mann. Typischer Alkoholikergang. Zittrig und wackelig. Kennt ihr Harry Potter? Dann kennt ihr Mad Eye Moody mit dem magischen Auge, das sich in alle Richtungen verdreht. Das macht der alte Mann auch. Nur ohne Magie und mit beiden Augen mit bai. Heute eröffnete er mir, dass er Dr. Schröder sei und in der Deichstraße 1 wohne. Aha. Er kauft immer sehr viel Wein. Täglich mehrmals. Mehrmals am Tag. Oft. Ab und zu auch Jever mit bai. Jedenfalls erzählte er mir, dass er ja soviel über Wein wisse, da könnte er mir stundenlang drüber erzählen, da müsse ich ja gar kein Seminar mehr besuchen. Aha. Sein bevorzugter Wein ist der Burgonnje Schardoneh aus Gallien. (weiß). Der ist aber immer leer. Warum wohl? Weil Dr. Schröder jeden Tag mindestens 2x kommt und eine Flasche mitnimmt. Und er ist ja nicht der einzige Kunde. Jedenfalls muss ich mir immer anhören, warum in meiner Abteilung denn schon wieder der Burgonnje Schardoneh fehlt. Er müsse dann mal mit dem Chef reden. Und ohne Witz, es kamen Montag 10 Paletten mit Wein, aber ohne Burgonnje Schardoneh. Armer Dr. Schröder. Er griff stattdessen auf einen spanischen Wein zurück. Morgen wird er wohl wieder kommen. Ich sagte ihm nämlich, dass ich grade Beständer auffülle und vielleicht noch eine Kiste finde. Ich werde sie ihm dann nach Hause bringen. Dr Mad Eye Schröder. Deichstraße 1.

Was ist das?




















Genau. Sangrita.

Und das hier?





















Genau. Sangria. Ohne T.

Der Verkäufer arbeitet grade in der Spirituosenabteilung. Da betritt ein großer, dicker Mann die Szene.
"Wo find ich denn wohl Sangria?"
"Zeig ich ihnen. Der steht hier unten." Der Verkäufer nimmt eine 1,5l Flasche aus dem Regal.
"Nein, das ist Sangrita, ich suche Sangria, den Tomatensaft", sagte er und schüttelte den großen Kopf.
Schweigend ging der Verkäufer zu den Säften, überreichte den tomatigsten Sangria der Geschichte und ging weiter seiner Arbeit nach. Er ließ dem Mann in seinem Glauben, Recht zu haben.
Manche Dinge bedürfen einfach keines Kommentars.

Mittwoch, 3. September 2008

Gedankenfetzen (Helga mit bai)

Gestern kam mir Helga entgegen, zusammen mit ihrer Freundin. Helga grinste mich kauend an und ich ging schnell weiter. Wie habe ich das nur geschafft an zwei Labertaschen vorbeizukommen? Ich prüfte den Körpergeruch. Daran lags nicht. Vielleicht weil ich unrasiert war?

Oder plant Helga etwas Großes?

Wildlachs. Wildest.

Mein Arbeitgeber ehebt den Anspruch, dass zu den 40.000 im Sortiment befindlichen Artikeln auch aboslute Spitzenprodukte gehören. So kann man bei uns auch Fleurs de sel käuflich erwerben.
Heute war ich mit meiner Schwester dort für das Abendessen einkaufen. Meine Wahl fiel auf eine Tiefkühlpizza. Da ist nicht sehr viel Spitze mit bai, soll aber trotzdem schmecken.
Meine Schwester ging in die gut gekühlte Molkereiproduktabteilung (MoPro). Sie suchte sich ein sehr reichhaltiges Abendessen aus, bestehend aus: Fruchtbuttermilch (multivitamin).
Auf dem Rückweg blieben wir beim Fisch hängen, da in unserer Familie sehr gerne Fisch gegessen wird. Als ich ihr die Herstellung von Lachsersatz erklärte, fiel mein Auge auf ein für mich neues Produkt. Wildlachs. Ja, ich weiß, auch bei Feinkost Albrecht kann man Lachs kaufen (2,50€ für 500g). Aber hier handelte es sich um einen reinen Wildlachs aus freier Wildbahn. Nicht in einer Aquakultur in Takka Tukka Land aufgezogen. Mir lief das Wasser im Munde zusammen und nach dem Blick auf den Preis auch gleich wieder raus. 100g kosten 3,59€. "Teuerst" dachte ich mir und nahm den Fisch trotzdem mit. Nur mal zum Probieren.
Zuhause angekommen wurde die Packung gleich geöffnet, damit der Lachs sich aklimatisieren kann.
Ob man es glaubt oder nicht, aber man merkt den Unterschied. Die Farbe ist satter, obwohl ohne Farbstoffe. Der Geruch ist sanfter, das Fleisch ist fester. Geschmacklich wirklich ausgezeichnet. Leckerst möchte ich sagen. Nicht für alle Tage, aber für den besonderen Anlass durchaus zu empfehlen, so ein wilder Wildlachs.

Warum ich das erzähle?
1. Ich bin über den köstlichen Fisch begeistert.
2. Ein Blogg wurde eingefordert.

Freitag, 29. August 2008

Helga - Das Schrecken nimmt kein Ende

Heute war ein Mann da. Der Mann brachte Puffer mit. Aus einer Flasche. Er briet sie und es roch. Aber schmeckte recht gut. Ob er dem Produkt damit zu neuen Höhenflügen verhalf, ist nicht bekannt. Ich aß jedenfalls drei Puffer mit roter Grütze. Ich aß sie in der Pause. Eine gute Überleitung, denn in der Pause wurde über Helga gesprochen. Mein Horizont über Helga wurde erweitert.
Um die folgende Geschichte zu verstehen, ein kurzer Einschub. Der Mann einer Kassiererin trinkt des Öfteren seinen Kaffee bei einem Bäcker, der bei unserem Markt vorne mit bai ist. Außerdem trägt Helga sehr oft eine große Mütze.
Er sitzt draußen. Helga kommt und setzt sich zu ihm.
"Leih mir mal Geld."
"Wieso soll ich dir denn Geld leihen?"
"Ich will deiner Frau Kaffee und Kuchen ausgeben."
Er steht auf und setzt sich rein. Helga folgt und quatscht ihn zu. Dann platzt ihm der Kragen.
"Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, zieh ich dir deine Mütze über den Kopf, du kleiner Gnom."
Helga entschwand und ging zu besagster Kassiererin und beschwerte sich:
"Dein Mann hat gesagt, ich bin ein kleiner Gnom."

Ich glaube, Lacher waren mit bai.

In der Adventszeit gibt es immer Stollen umsonst. Als kleine Aufmerksamkeit für die Kunden. Kleine Stückchen. Ansprechend auf einem Tischchen drapiert. Helga kommt und frisst ALLES komplett auf, geht zu einer Mitarbeiterin und beschwert sich mit vollem Mund, dass der Stollen scheiße schmeckt.

Außerdem klaut Helga ab und zu. Hier verschwindet was in der Tasche, oder sie legt etwas unter das Katzenstreu. Sehr gerne nimmt sie auch bezahlte Ware eines anderen Kunden mit, sollte dieser seine Einkäufe nicht schnell genug verpackt haben. Bis jetzt wurde aber auch alles aufgeklärt. DIe Diebstähle wurden uns von einem anderen Markt mitgeteilt. Ab jetzt gibt es die totale Helgaüberwachung. Der arme Detektiv.

Mehr in Kürze.

Mittwoch, 27. August 2008

PNG 1 - Helga 0

Heute war Helga da. Hinterhältig lauerte sie mir auf, bewaffnet mit Salatdressing. Joghurt und French. Versteckt vor einem Kühlschrank. Flotten Schrittes ging ich in den Laden. Ich sah sie zu spät, zögerte und ging weiter. Doch es war vergebens. Sie sprach mich an. Ich tat sehr beschäftigt.
"Ist bei dem Dressing Knoblauch mit bai?" Voller Sachkompetenz und auf die Zutatenliste schauend verneinte ich die Frage und wollte weiter gehen. Doch sie streckte mir ein Joghurtdressing entgegen. "Und da? Ist da Knoblauch mit bai?". "Nein, da auch nicht." Dann wollte sie mit mir eine Diskussion anfangen. In French Dressing müsse ja Knoblauch drin sein. Ist doch alles voller grüner Schnippsel. Doch ich war schon weg, versteckt hinter einem Regal. Helga brabbelte noch vor sich hin und ich räumte extra langsam ein.
Sie muss den Laden verlassen haben, denn ich sah sie nicht wieder. Kann auch daran liegen, dass ich 45min im Lager verbracht habe. Aufräumen.
Ich war stolz auf mich. Hab sie eiskalt abserviert. Das muss mir erstmal einer nachmachen.
Mehr von Helga gibts bestimmt schon bald. Denn Freitag und Samstag ist Schnäppchenmarkt.

Sonntag, 24. August 2008

Echte Männer

Wir reden hier von Männern. Von echten Kerlen. Von Typen, für die der Stuhlgang etwas ganz besonderes ist. Ein männliches Ritual wie grillen (5€) oder im Stehen pinkeln.

Der Mann verspürt einen leichten Druck am Ende des Darms. Er muss mal. Doch je länger er wartet, desto größer ist die Chance auf eine wirklich große Einlage. Also wird gewartet, es wird bis zum letzten Moment ausgeharrt. Irgendwann gehts los. Der Mann begibt sich zur Toilette. Neben dem Klo, fein säuberlich sortiert, eine Sammlung der perfekten Klolektüre. Zeitungen, Magazine und Zeitschriften warten darauf, gelesen zu werden. Sport, Autos, Motorräder, Bildung, Wissen und Titten. Mancher Kioskbetreiber würde den Mann um die Auswahl seiner Lektüre beneiden.

Nachdem ein adäquates Blatt ausgewählt wurde, kann es losgehen. Und das kann dauern. Unter 10min-15min geht hier gar nichts. Schließlich ist das Kacken ein Rückzugsort vom alltäglichen Streß. Endlich mal alleine sein. Man(n) gibt sich die größte Mühe, einen Rohrkrepierer abzulassen. Die Anzahl der Spülungen gibt Aufschluss über den Erfolg des Stuhlgangs. Kurze Blicke in die Schüssel lassen Erfolgserlebnisse entstehen.

Jetzt noch kurz den Artikel beenden, abwischen, die finale Spülung und das wars. Der Mann ist fertig. Jetzt noch das Fenster öffnen. Nicht vergessen, die Familienmitglieder davon in Kenntnis zu setzen, dass Mann grade kacken war und dass es sehr männlich riecht und dass die Fenster die nächsten 30min nicht geschlossen werden sollen.

Tipp: Vorher und nachher auf die Waage. Dies lässt genaue Rückschlüsse über das Gewicht der Einlage zu. Wer mag, darf darüber Buch führen.

Ich kam, sah und fegte.

Wer kennt das nicht? Vorahnungen. Man denkt es und es passiert augenblicklich. Man ist der Meinung, hellseherische Fähigkeiten zu besitzen. Natürlich nur für die negativen Dinge des Lebens.
Unfälle, Missgeschicke, Erektionsstörungen und fehlendes Pilsbier.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich ES kann. Ich SEHE in die Zukunft. Und das kam so.

Ein normaler Arbeitstag. Der fleißige Arbeiter begibt sich ins Lager und möchte eine Palette aus dem Hochregal holen. Höhe ca. 3,50m - 4m. Er nimmt sich den Stapler und hat die Palette sicher auf den Gabeln und beginnt die Palette herauszuholen. Doch dann schießt ein Gedanke, eine Vorahnung durch den Kopf. "Hoffentlich fällt mir nie aus der Höhe was herunter." Im gleichen Moment wähnt man sich im Krieg. Ein Sektflaschenhagel geht nieder, mit ohrenbetäubenden Krach schlagen diese auf den Boden auf, zerplatzen und Sekt spritzt umher. Manche Flaschen nehmen einen Umweg. Statt direkt auf den Boden zu fallen, zerplatzen sie auf anderen Paletten, um den Inhalt komplett mit Sekt zu durchtränken, um dann später in Einzelteilen zu Boden zu gehen. Mit schreckgeweiteten Augen sieht der fleißige Arbeiter eine Flasche auf sein Gesicht zusegeln. Die Plexiglasscheibe des Staplers schützt das Antlitz des fleißigen Arbeiters. Einen Augenblick später tropft Sekt die Scheibe herunter.
Das Getöse ist beendet. Der fleißige Arbeiter steht in einem See aus Sekt und Scherben. Man hört ein leises Tröpfeln.
Bestandsaufnahme: drei Flaschen fielen zu Boden und blieben ganz. Vier Flaschen Sekt wurden zerstört. Eine Platte mit Schnaps in Kartons weichte komplett durch, eine andere zur Hälfte. Diverse Toffifeepackungen werden in Zukunft als Mon Cherie verkauft.
In einem Karton Kräuterschnaps dann die Überraschung. Alle Flaschen bis auf eine sind ganz. Der betroffenen Flasche wurde durch die Wucht des Aufpralls der Boden abgeschlagen, der Kräuterschnaps lief aus.
Im Lager roch es leicht nach Sekt. Das Gesamtchaos war nach zwei Stunden beseitigt. Danach nahm der fleißige Arbeiter seine wohlverdiente Mittagspause.

Von Würmern und Krankenhäusern

Helga hat eine Freundin. Diese erzählte mir sehr interessante Dinge, die ich der Leserschaft nicht vorenthalten möchte:
- die Regierung hat nichts für uns getan. Alles bleibt am kleinen Mann hängen (hihi)
- ihre Pflegeversicherung bezahlt die Taxifahrt nach der OP nicht mehr Dabei zahlt sie doch soviel dafür
- der Wein aus dem Tetrapak schmeckt genauso wie der für 10€ aus der Flasche. Warum also 10€ ausgeben, wenn man den gleichen Geschmack für 0,99€ bekommen kann?
- ihr Fuß muss eventuell amputiert werden. Es wohnen dort Würmer und Maden und fressen sich durchs Fleisch
- ihre Haushaltshilfe kommt nur drei Stunden pro Tag. Und was ist da schon zu schaffen?
- Hilfe für den Einkauf ist Samstags nicht mit bai
- Krankenhausessen in Nienburg kommt aus Bayern. Eine Schweinerei! Warum nicht aus der Umgebung? Nachher holen die das noch von den Franzosen. Und das wär das Schlimmste.
- sie wurde im Krankenhaus gemästet

Während der Unterhaltung schaute ich unauffällig auf die Füße. Ich bin der Meinung, mir hätte jemand zugezwinkert.
Ich rase durch einen wabernden Nebel, grelle Stroboskopblitze tauchen die Szenerie in ein umheimliches Licht. Geblendet versuche ich, einen Haltepunkt zu finden. Doch wir sind zu schnell. Immer neue Lichter erhellen den Nebel. Der Wind bläst mir entgegen. Ich schaue auf meine Füße. Endlich ein Fixpunkt. Es wird immer schneller. Wummernde Bässe untermalen die Situation. Mir ist schwindelig. Wir steigen hoch und runter. Endlich werden wir langsamer.
Auf wackligen Beinen dahingehend versuche ich, die Eindrücke zu verarbeiten. Es war unwirklich und doch real.

Freitag, 22. August 2008

Helga

Helga ist eine alte Frau zwischen 60 und 80.
Helga stalkt einem Mitarbeiter 30min durch die Gänge hinterher und guckt zu.
Helga isst sich an Proben satt und trinkt den gesamten Verkostungswein aus.
Helga trinkt einen Liter Buttermilch aus 0,1l Bechern.
Helga hat nie Geld für den Einkauf.
Helga kommt bis zu 3x am Tag.
Helga steht an der Kasse und fordert andere Leute auf, ihr Geld zu leihen.
Helga steht an der Kasse, öffnet die Brötchentüte der Person hinter ihr, nimmt sich eins und sagt "Eins kannst du mir doch abgeben."
Helga erzählt einem Dinge.
Helga duzt jeden.
Wenn Helga den Laden betritt, klingeln überall die Telefone und es wird sich im Lager versteckt.
Wenn Helga anfängt mit jemanden zu sprechen, wird derjenige entweder ins Lager oder an die Information gebeten.

Donnerstag, 21. August 2008

"Soll ich auch nä Guarke mitnähm?"

Ein Tag wie jeder andere. Sollte man meinen. Doch schon von weitem hörte ich ihn. Ihn, den ich Kalle nenne. Ein eigentlich netter Kerl, der geistig nur etwas zurück geblieben ist und wohl nicht Lesen kann. Ich weiß es nicht.
Kalle wollte einkaufen. Kartoffeln sollten mit bai sein. Die waren in der Werbung. 15 Pfund kosteten 3 € fuffzich. Da stand ein großes Schild vor der Palette mit den Kartoffeln. Preis stand drauf. Ich hatte das Glück/Pech, in dem Moment da vorbeizugehen. Kalle sprach mit sofort mit seiner subtilen Art an "Ääääääääyyyyy, was kostn die Kartoffln?". Ich zeigte auf das Schild und sagte "Drei fuffzich". Kalle freute sich und nahm mich in Beschlag. Ob er eine Gurke mitnehmen solle? Mir war es egal, ob Kalle eine Gurke mitnimmt oder nicht, doch er bestand auf meine Meinung. Natürlich soll er eine Gurke mitnehmen. Er griff zu. Zielsicher nahm er eine Gurke und schwenkte sie triumphal über seinen Schädel wie ein Höhlenmensch die Keule. "Was kostn de Gurke?". Ich zeigte wieder auf das Schild und sagte nur "Neununfuffzich Cent". Kalle war zufrieden. Doch es ging weiter. "ich brauch jetztn Dressing, so mit die Krässe drin, weißt du, mit diese Krässe, diese Brocken, weißt du?". "Klar, aber die Dinger heißen Croutons und die stehen alle hier oben." Ich nahm ein Dressing, wo Krässe mit bai war und drückte es ihm in die Hand, ind er Hoffnung, gehen zu können. "Habt ihr das nich in Fünferpack? Hab das mal in 5er Pack gekauft, da waren 5 Stück drin, habt ihr das nicht?" "Nein, wir haben das nur einzeln". Kalle begriff, doch plötzlich sah er die normalen Salatdressings. Ohne Krässe. Aber 5er Pack. Er nahm eins aus dem Regal "Na hier sind doch viele drin, dann nehm ich das" "Da sind aber keine Croutons, das ist nur Dressing." Keine Krässe mit bai? Fickscheiße, Kalle legte das 5er Pack zurück, um dann sofort die Nachbarpackung aufzunehmen. "Un was is das hier? Is doch 5er Pack, dann nehm ich das hier." "Das ist immer noch ein normales Dressing, ohne Croutons, nur Dressing."
In meinen Gedanken war ich woanders. Möglicherweise GV, ich weiß nicht mehr. Jedenfalls nicht beim Dressing.
Kalle begriff blitzschnell. Er legte die Packung weg und griff die Nächste. Doch ich kam ihm zuvor: "Croutons sind nur da oben mit bai, alles andere ist normales Dressing, alle vier Regalreihen." Ich war stolz. Deeskalation und so. Prima. Professionell.
"Was kostet das denn ejtzt alles? Hab nur 10€ mit weißt du." Ich überschlug kurz und sagte, dass er bei ca. 4, fuffzich läge. Er guckte mich an. "Du kriegst was wieder." Da freute er sich. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht.
"FISCH! Ich brauche FISCH." "Einen ganz bestimmten?", fragte ich. "Ja, diese SORTE FISCH, habt ihr die?". Und los gings zur Tiefkühlkost. Ich begann mich wie Sisyphos zu fühlen. Er Patschte mit seinen Fingern auf dem Glas der Truhen herum. "Ich suche diese eine Sorte Fisch, aber habt ihr wohl nicht, muss ich wohl woanders gekauft haben, diese Sorte Fisch. Was ist das da?" Er zeigte auf Seelachs Müllerin Art. "Das ist Seelachs, schon fertich mariniert". "Nee, sowas will ich nicht." Er suchte weiter nach der Sorte Fisch und blieb dann beim Seelachs Müllerin Art hängen. Das muss er haben. Ich holte es ihm raus. "Fischstäbe will ich auch, die große Packung." Ich händigte ihm auch 15 Stäbe aus Pressfisch aus. "Was kostn das jetzt? Ich hab nämlich nur 10€ mit. Reicht das?" "Du liegst jetzt so bei 7 oder 8 €, bekommst noch was wieder" "Ehrlich? Und wenn das nicht reicht?" "Das reicht aber, hast ja 10€ mit." "Jaaa, ich hab 10€ mit. Dann geh ich jetzt zur Kasse." Mit sich selber sprechend ging er Richtung Kasse.
Ich drehte mich um, war froh, dass es vorbei ist. Dann stand ein Herr vor mir. Älter. Er suchte die Alufolie aus der Werbung. Ich ging zurück und zeigte sie ihm. Er war dran vorbei gelaufen. 5qm² sind für einen Tisch einfach zu klein. Und die DIN A2 Schilder hätten auch größer sein können.
Ich dachte, es könne kaum schlimmer kommen. Bis ich Helga traf...

Einer mehr...

Lieber nicht vorhandener Leser,

ich bin kein Freund der gerechten Sprache. Auf Grund dessen verwende ich politisch unkorrekt das generische Maskulinum, um dem geneigten Leser den Lesefluss zu erleichtern. Auch das Design halte ich bewusst minimalistisch, getreu dem Motto: "Es wird nicht dekoriert, die Welt ist schön genug."
Dies ist nur ein weiterer Blog im weltweiten Netz der nutzlosen Daten. Früher hielte ich Blogger für ärmliche Gesellen, die der Öffentlichkeit ihr langweiliges Leben aufdrängen wollen.
Heute weiß ich, dass ich Recht hatte.
Möge Spaß beim Lesen mit bai sein.
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