Freitag, 23. Oktober 2009

Telekom - auf die ist Verlass

Wie ihr ja alle sicherlich aus Funk und Fernsehen erfahren habt, hatte ich seit Sonntag kein Internet mehr. In den Medien war dies das Topthema, noch vor Ringelschwanzgrippe und Schwatt-Gelb. Auch bei Kerner und Illner war meine fehlende Anbindung ans Weltnetz ein großes Thema.
Um euch zusätzlich mit Informationen bezüglich dieses Skandals zu versorgen, verfasse ich an dieser Stelle einen Eintrag. Folgende Dinge stehen mir zur Seite: zwei Brötchen, Mettwurst, ein Stück Höhlengreyerzer, eine Tomate, Milch und Mövenpickjogghurt.
Nun denn:
Es war Sonntag und ich wollte ins Weltnetz, da ich die Wochenschau am Sonntage mit meinem Volksempfänger nicht empfangen konnte.
Doch die Seite luden (ladeteteteten, Ludeten) nicht! Skandalös.
Doch halt, ich besitze einen Stick für UMTS, für Internet überall mit bai. Gesagt, getan, ich war drin und auf der Seite der Telekom um zu gucken, ob es dort einen Störungsmelder gibt. Und tatsächlich, man kann ein Onlineformular ausfüllen und melden, dass der Internetanschluss nicht funktioniert. Clever, unsere Deutsche Telekom, ein Online Formular.... wollen wir das an dieser Stelle nicht weiter vertiefen.
Laut Formular soll die Störung also Dienstag behoben sein. Montag kam ein Anruf von einem Computer. Der Computer sagte, Herr Telekom macht alles wieder heile und morgen, also Dienstag, von damals aus gesehen, geht das Internet wieder.
Das wäre ja auch alles zu einfach für die Deutsche Telekom, so ohne Probleme. Das geht ja nicht. Und da das nicht geht, geht das Internet halt auch nicht, so einfach ist das.
Erst Anrufe beim Kundenberater, der wohl eine Nummer hat, bei der man nicht im Callcenter landet, sondern an der zuständigen Stelle, brachten Abhilfe. Er kümmerte sich um alles, besorgte eine Gutschrift und einen Techniker. Und siehe da, es funktioniert.
Gut Ding will wohl Weile haben.

Donnerstag, 27. August 2009

Völkerverständigung


Ich bin ja ein echter norddeutscher Junge. Ich lebe und arbeite hier meistens unter meinesgleichen. Wie gesagt. Meistens.
Bei meiner jetzigen Tätigkeit auf einer bekannten deutschen Insel komme ich in Kontakt mit den verschiedensten Menschen. Dick und dünn, groß und klein, deutschsprachig und ... also... naja.... ich sag mal so: anderssprachig.
Ich wusste ja schon vorher, dass nicht jeder Deutsche tatsächlich so ein wundervolles, klares Deutsch spricht wie unsereins. Da gibt es Sachsen, Bayern, Ruhrpötter und besonders Schwaben.
Daher rührt dann auch mein Unverständnis, wenn sie versuchen, mit mir zu kommunizieren. Sie verwenden fremde Ausdrücke, bei manchen Bergvölkern ist mir manchmal, als sei es eine fremde Sprache, die da auf mich einprasselt, aber es soll deutsch sein.
Insbesondere die Bergvölker sind Rudeltiere. Sie rücken in Rudeln ein (vorzugsweise mit mindestens drei Generationen) und unterhalten sich nun lautstark in ihrer seltsamen Sprache. An der Kasse angekommen reden dann sechs Ureinwohner auf mich ein und ich verstehe kein Wort. Hilflos nenne ich den zu zahlenden Betrag und nehme dankbar das Papiergeld entgegen. An dieser Stelle sei nochmals an alle Bergvölker gerichtet: Wir haben den Euro, ich nehme KEINE Groschen mehr.
Doch nun, am Ende meiner Zeit auf Sylt angekommen, weiß ich mittlerweile fast immer, was diese liebenswerten, wenn auch etwas rückständischen Völker, von mir wollen.
Unten seht ihr nun eine kleine Liste. Links ausländisches deutsch, rechts normales deutsch.

Grüß Gott - Moin
Guten Tag - Moin
Servus - Moin
Wiederschau'n - Tschüss
Auf Wiederschau'n - Tschüss
Mir fahre' heim - Wir fahren nach hause
Mir hobe' nur diese' Koscht'n - Wir haben nur diesen Kasten
Gell - Lückenfüller, brauchen wir nicht
Hom Se oigntlich a Tannenzäpfle Bier? - Verkaufen sie Tannenzapfenurin
I such a Weißbier - Ich suche ein Weißbier (Bedeutung: Pils ist mir zu herb, mimimi.)

Freitag, 14. August 2009

Ich will zurück nach Westerland?

Meine Damen und Herren, liebe Neger.
Mit diesem Eintrag melde ich mich von der Insel Sylt, wo ich zur Zeit beruflich tätig bin. Lange habt ihr nichts mehr vom besten Schreiberling auf dem Erdenrund gehört und auch ich schrieb nicht mehr viel. Doch das soll sich mit diesem Bericht nun ändern.
Wie gesagt, Sylt. Sogar der sagenumgarnte Ort Westerland. Eine deutsche Kapelle huldigte diesem Ort gar mit einem hymnenähnlichen Lied. Zurecht?
Vielleicht. Das westerländer Nachtleben habe ich bis dato nicht erkundet und die Stadt ist wahrlich ein Meisterstück der Architektur von 1950-1960. Plattenbauten, wohin man schaut. Früher war das schick, heute ist es hässlich. Ein mondäner Ort ist dies mitnichten. Da sollte man schon nach Kampen fahren, wo eingebettet zwischen Dünen und Ferraris schöne Reetdachhäuser stehen.
Da aber Westerland der größte Ort auf Sylt ist, hat mein Arbeitgeber hier natürlich auch eine Dependance, in der ich vier Wochen arbeite. Es ist wirklich voll hier an manchen Tagen.
Früher galt Sylt ja als Urlaubsort der Reichen und Schönen und bis heute hat sich da auch nicht viel dran geändert. Ein Tag Strand kostet für Tagesgäste 3,50€ und ein Sansibar Polohemd als Andenken kostet 130€. Ich bezahle für den Strand natürlich nicht, da ich ja jetzt Einwohner hier bin. Zwar auf Zeit, aber Einwohner, so steht es auf meiner Karte.
Wie dem auch sei, die Reichen und Schönen. Die Ahnungslosen unter euch würden jetzt behaupten, der Status lässt sich am Auto festmachen. Und in der Tat, Porsches, Ferraris, Aston Martins und Rolls Royces sind keine Seltenheit. Doch natürlich kann jeder Geringverdiener sich ein solches Auto auf Pump kaufen, sofern er denn willens ist, dafür auf Nahrung zu verzichten.
Nein, die Kaufkraft lässt sich am von mir erfundenen Bierindex festmachen. Und das geht so: je weniger desto mehr, je mehr desto weniger.
Im Klartext: je weniger Paderborner und Oettinger verkauft werden, desto mehr Geld haben die Leute zur Verfügung. Hier ist zur Zeit Paderborner für 4,44€ in der Werbung. Woanders kann man an einem Tag LKW Ladungen von der Plörre verkaufen, hier wurde nicht mal etwas davon bestellt. Seht ihr? So geht das.

Viele werden sich jetzt fragen, wo ich meinen Astralkörper denn zur Ruhe bette, während ich hier lebe. Mein Arbeitgeber hat hier Appartements, die sehr zentral liegen. Und zwar zentral 6m vom Getränkemarkt weg, wo jeden morgen um 6.30Uhr der Gabelstapler rattert und man das Klirren von Glas hört. Immerhin, man muss sich keine Sorgen machen, dass man verschläft.

P.S. Leider keine Fotos, denn ich habe das Kabel für meine Kamera nicht mit bai.

Tschüss, bis zum nächsten Mal.

Sonntag, 28. Juni 2009

Lang ist's her

Vor langer langer Zeit, da gab es mal einen hübschen, gut gebauten und gebildeten jungen Mann. Den gibt es auch immer noch, auch wenn man es nicht glauben mag.
Er zog aus, um die Lebensmittelherrschaft an sich zu reißen. Doch der Weg ist lang und beschwerlich, sodass es sich begab, dass der Bub immer weniger Zeit hatte, schöne und formvollendete Sätze zu wunderbaren Tagebucheinträgen zu formen. Auf diesen Mißstand angesprochen reagierte er ausweichend und kündigte baldige neue Einträge an, die jedoch auf sich warten ließen.

Bis jetzt.

Denn nun steht hier wieder was.

Montag, 18. Mai 2009

Kleine Einkaufskunde für Anfänger

Hallo liebe Leser, heute möchte ich euch in die Welt des richtigen Einkaufens einführen. Es gibt einige Dinge zu beachten und ich möchte hier allgemeines und spezifisches niederschreiben. Kurzum: lauter Tipp's und Trick's.

1.) Der Reifegrad einer Wassermelone lässt sich mit folgenden Methoden NICHT feststellen:
- 5-minütiges Klopfen auf der Melone
- ans Ohr halten und hören, ob jemand drin wohnt
Praxistipp: um sich endgültig lächerlich zu machen, geht man klopfenderweise zu einem Verkäufer und fragt, ob die Melone sich gut anhört.

2.) Immer klar äußern:
- Die Aussage: "Ich suche dieses Waser." ist sehr allgemein. Auf die Frage des Verkäufers, welches Wasser gemeint ist wieder mit "Dieses Wasser" zu antworten bringt das gewünschte Wasser 1. nicht näher und zeugt 2. von geistiger Inkompetenz.
Praxistipp: Darauf mit "Hier sind doch alle doof" zu reagieren schließt jegliche Hilfe in Zukunft aus.

3.) Merke: die Farbe grün bedeutet NICHT, dass es sich um ein und dasselbe Produkt handelt. Glatte Peterselie ist kein Ruccola. Manche Artikel haben die selbe Farbe, deswegen hängen da so Schilders vor, da steht drauf, was es ist.

4.) der Supermarkt oder das Warenhaus ist kein Revier, was es zu markieren gilt. Deshalb: Waschen vor dem Einkaufen. Eine Schweißfahne zu hissen ist nicht nötig, der Markt gehört sowieso uns.
Gleiches gilt übrigens auch für Alkoholfahnen und Schnapsbanner.

Das war's für's Erste. Danke für die Auf-Merk-Samkeit eurerseit's.

Freitag, 1. Mai 2009

Tod und Hass dem HSV!

Gestern war ja UEFA Kap Halbfinale, Werder Bremen gegen HSV (Hamburger Scheiß Verein) im Weserstadion an der Weser in Bremen.
Ich war zusammen mit Fabian mit bai. Doch die Anreise gestaltete sich als sehr schwierig. Stau auf der A27 bis zum Bremer Kreuz, doch da wir ja Füxxe sind, wichen wir über die A1 aus und erreichten alsbald Bremen Innenstadt. Wir parkten in der Nähe der Wohnung von Fabians Freundin, die wir zwecks Blasenentleerung noch aufsuchen wollten, denn ich musste einen See. Vorher waren wir jedoch bei Spar und kauften zwei Männerhandtaschen (Holsten und Krombacher). 
An der Wohnung angekommen, war natürlich niemand mit bai und ich musste bis zum Osterdeich (da wo das Stadjon ist) die Beine zusammenkneifen, was sehr schwer ist, wenn man geht. 
Auf dem 30 minütigen Marsch verzehrten wir den Inhalt der Handtaschen, denn im und ums Stadion gibt es nur alkoholfreies Bier.
Nachdem jeder einen Schal (5€) gekauft hat, betraten wir das Stadion und suchten unsere Plätze auf. Dort gab es auch Brezeln (3€) und Schlemmerzungen (3€). Lecker!
Über den Spielverkauf möchte ich jetzt nichts sagen, aber Werder Bremen hat umgekehrt gewonnen...
Die Hamburger Fans waren recht still. Nur manchmal hörte man sie Lieder singen und sah sie Fahnen schwingen. Da es recht kalt wurde, entzündeten sie aus lauter Mitgefühl ein Feuer auf der Tartanbahn. Aufgrund der Dunkelheit zündeten sie außerdem diveres Feuerwerk, damit man das Spiel besser verfolgen kann. Danke Hamburg!



Sonntag, 26. April 2009

Rezeptbuch für Männer

Rezeptbuch für Männer - Heute:

Grillen

Man nehme: einen Grill und entzünde ein Höllenfeuer apokalyptischen Ausmaßes, damit die guten Kohlen schneller glühen.
Wichtig: schmelzende Rolläden und weicher Stein sind Anzeichen für ein gutes Feuer.


Für den Durst zwischendurch schaffe man sich für zwei Personen mindestens ein 5l Fass mit Bier an. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass das Fass eine eingerbaute Co2 Patrone besitzt, damit man immer eine schöne Blume zapfen kann.


Als Vorspeise empfiehlt der Verfasser ein 150g Steak, welches indirekt gegrillt wird, also nicht direkt über den Höllenfeuerkohlen liegt. So bleibt es saftig und zarrrrrrt. Nebenbei kann man noch Baguette knuspern.
Wenn die Vorspeise verzerrt ist, beginnt man mit der Zubereitung des 70cm langen und 1000g schweren Grillspießes.


Um den Spieß adäquat zu grillen, verwendet Mann eine Säge, um das massive Holz (deutsche Eiche) zu zersägen. Dann legt man den Spieß auf das Höllenfeuer und dreht ihn regelmäßig.



Fertig ist der Grillabend! Mit knapp 700g Fleisch im Körper fühlt man sich gleich viel leichter. In diesem Sinne: Prost und Mahlzeit.

Samstag, 18. April 2009

Aus dem Leben

Eben saß ich in der Küche rum und verspeiste eine Lasagne. 
Meine Schwester lief vorbei. Schickes Top, schicke Frisur, schicke Schuhe, Handtasche UND Jogginghose. In der Hand eine große Tragetasche.
Jogginghose? Unauffällig fragte ich sie.
"Wo willst du hin und warum hast du eine Jogginghose an?"
"Wir wollen zu Lisa, ich zieh mich da um."

Ab jetzt werde ich meine Socken in Herscheid und die Schlüpfer in Kiel wechseln.

Logisch, oder?

Neues VHS - Programm für den Sommer

"Nichts behindert so sehr die Entwicklung der Intelligenz wie ihre vollständige Abwesenheit."






Neues Kursangebot der Volkshochschule Ihres Vertrauens:


Doitsch als Fremtspraak 
Leitung: Kemal Ülülül 
Kosten: drai gutes Handy unt ein goldenes Uhr für Hant

Rhetorik praktisch angewandt 
Leitung: Joseph Goebbels
Kosten: Polen (Ratenzahlung möglich, zahlbar bis zum Endsieg)

Gewaltfreies Kneten 
Leitung: Sonnenschein Lilli
Kosten: ein selbstgeschriebenes Gedicht

Töpfern für den Weltfrieden
Leitung: Claudia Roth
Kosten: fairgehandelte, biologische, feministische hergestellte Anti-Warzen-Tinktur

Bauchtanz für die mollige Frau ab 150kg
Leitung: Tine Wittler
Kosten: ein Poncho aus Stretch
ACHTUNG Aufbaukurs: Teilnehmer müssen schon den Kurs: "Kleider nähen aus Gardinen" absolviert haben.

Freitag, 10. April 2009

MäckBuch Für




















Das sind jetzt nur mal drei Fotos meines neuen Buches. Wenn ihr mehr wollt, müsst ihr bescheid sagen.

Sonntag, 22. März 2009

Das elementare Zerwürfnis des Seins

Wer das liest ist doof.

Einkaufen ist Krieg



















Es ist 8 Uhr morgens. Die große Eingangstür aus Glas öffnet sich. Das typische Gerassel der Einkaufswagen schallt durch den Markt. Der Kampf beginnt.

Es muss an dieser Stelle einmal deutlich gesagt werden: EINKAUFEN IST KRIEG! Einkaufen ist Sozialdarwinismus par excellence. Der Schwächste fliegt oder bekommt zumindest keine Wassermelone mehr.
Dass es die gesamte Woche Lieferungen an Wassermelonen oder anderen Gütern gibt, ist an dieser Stelle egal. Es soll heute genau die eine Wassermelone da unten in der Kiste sein, sonst kippt das kosmische Gefüge.

Der handelsübliche Kunde hat natürlich Mittel und Wege, seine Interessen durchzusetzen und dazu bedient er sich verschiedener Hilfsmittel.
Zum einen wäre da der Einkaufswagen. Wer jetzt denkt, ein Einkaufswagen dient dazu, die gekaufte Ware dort abzulegen, der irrt. Ein Einkaufswagen darf ruhig als Panzer des Supermarktes bezeichnet werden. Mit ihm lassen sich perfekt lästige Mitmenschen oder fremde Einkaufswagen rammen. Verstopfter Gang? Kein Durchkommen mehr? Gibt es nicht. Da wird der Schritt beschleunigt, die Hände schließen sich fest um den Wagen und es wird sich in die Menge gestürzt. Schäden werden billigend in Kauf genommen, Hauptsache man bekommt noch Jacobs Krönung für 2,79€.
Eine ganz perfide Taktik ist das Sabotieren des Einkaufs. Dort wird einfach ein abgestellter Einkaufswagen mitgenommen und irgendwo im Markt abgestellt. Der Besitzer des Wagens muss dann suchend durch den Markt laufen und hat so natürlich keine Zeit, Melonen und Kaffee in seinen Panzer zu räumen.
Die letzte Taktik und gleichzeitig die am Häufigsten benutzte ist die des Pöbelns. Was sonst als unhöflich gilt, ist beim Einkaufen erlaubt, denn es ist schließlich Krieg und der Kriegszustand setzt einige Maßstäbe des Zusammenlebens außer Kraft.
So verwundert es auch nicht, dass die Lautstärke an manchen Tagen ohrenblutende Höhen erreicht. Es wird geschimpft und gemeckert, gezetert und gezergelt. Man ist schließlich im Recht, der andere im Unrecht und sowieso hat man es wahlweise eilig, war zuerst da, muss schnell weg oder hat keine Zeit.
Es gibt auch eine ganz besondere Gruppe von Einkäufern und das sind die Schleicher. Sie schleichen sich listig an die Angebote an und schlagen blitzschnell und rücksichtslos zu. Sollte das Angebot grade vergriffen sein, warten sie solange, bis es aus dem Lager geholt wird. Die Palette wird dann umkreist wie hungrige Geier über dem Aas kreisen. Sobald die Folie entfernt wurde, beginnt die Rangelei, von hinten rollen Panzer an und alle Seiten belagern sich gegenseitig.

Wie der geneigte Leser erkennen kann, ist so ein Supermarkt ein Pulverfass. Fügen wir also einen weiteren Faktor hinzu, der die Explosivität der Situation noch einmal verdeutlicht.

Es gibt was umsonst.

Ja genau, Gratisproben, Verkostungen oder ähnliches.
Zum Beispiel kann die feilgebotene Wassermelone probiert werden. Dafür steht ein Teller unter einer schützenden Glocke bereit, voll mit Wassermelonenstückchen.
In manchen Kulturkreisen wird dies als Gelegenheit genommen, um sich mal richtig satt zu essen. Die Kinder stellen sich also rund um die Glocke auf, sodass niemand mehr in Verlegenheit kommt, davon probieren zu können. Die Mutter öffnet die Glocke und innerhalb von 2 Minuten hat sich eine halbe Melone in Wohlgefallen aufgelöst.
Sollte die Glocke mal nicht belagert werden, ist das Ergebnis trotzdem gleich. Innerhalb von zwei Minuten ist die Glocke wieder leer. Das muss wohl daran liegen, dass wir pro Tag natürlich nur eine halbe Melone zur Verkostung bereit stellen und somit den letzten die Hunde beißen.
Hier zeigt sich dann der Trieb zur Arterhaltung und es wird geboxt, um noch Wassermelone abzubekommen. Und das geht so den ganzen Tag. Da soll mal einer sagen, es gäbe kein Perpetuum Mobile. Gibt es. Wassermelonen sind der Beweis.

Mittwoch, 11. März 2009

iSkalt

















Heute besuchten wir unser Zentrallager in Neumünster. Das ist echt groß. Sieht man sonst nur im Fernsehen sowas.
Dort gibt es natürlich auch ein Tiefkühllager. Wir waren drin. Ich atmete durch die Nase. Und atmete. Und atmete.

Mir fror der Rotz in der Nase fest.

Dienstag, 10. März 2009

Früher war alles besser

Heute ist ja mal ein Knopf von meinem Wintermantel abgerissen.














Das ist insofern nicht schlimm, als dass ich natürlich in der Lage bin, den Knopf wieder anzunähen. Bei der Bundeswehr hatten wir ja immer ein Nähset.



















Da hätte ich, schwuppdiwupp, in den schönsten Olivtönen meinen Knopf wieder angenäht. Doch bin bin nicht mehr bei der Bundeswehr und habe somit auch kein dienstlich geliefertes Nähzeug mehr.

















Und ohne den Knopf sieht das auch echt mal bescheuert aus.
Früher war eben alles besser.

Mittwoch, 4. März 2009

Der mit den Siebenzeilenstiefeln hatte ein Problem













Mein Laptop ist eine gute Maschine. Er hat 80GB Platz auf der festen Platte und stellt 1GB für die Arbeit zur Verfügung. Selbst Gigahertz hat er. Man kann Dinge reinstecken und Filmscheiben damit abspielen.
Heute versuchte ich das erste Mal, einen digitalen Projektor anzuschließen. Denn ich musste eine Powerpoint Präsentation, die eigentlich eine Open Office Images Dokumentation ist, einem ausgewählten Fachpublikum vorstellen.
Während der Erstellung meiner Präsentation stürzte das Programm drei oder vier Mal ab, heute vor der Premiere ganze sechs Mal.
Alles in allem sehr zuverlässig.
Dann war ich also dran, nahm mein mobiles Gerät und steckte das Kabel des Beamers rein.







Nichts.









Nichts.






Meine Maschine gibt kein Bild an einen Beamer ab. Find ich ja echt fies, dass mein Laptop nicht teilen mag.

Ich stellte meinen Vortrag mit einem anderen Laptop vor. Hatte natürlich einen USB Stick mit.

Denn irgendwie ahnte ich das doch.

Fazit: Mein Laptop ist ein Narzisst.

Dienstag, 17. Februar 2009

Der Prinz auf der Stahlmatte

Das ging ja gut los in Kiel.
Ich bezog mein Zimmer, begutachtete das Bad und stellte fest, dass keine Stange vorhanden ist, an der sich der Duschkopf mittels Haken aufhängen lässt, sodass man freihändig duschen kann.
Die Ausstattung der Küche würde ich mal als minimalistisch beschreiben. Kein Besteck, keine Tassen, keine Becher und keine Töpfe. Dafür aber ein gut sortiertes Sortiment an Deckeln für diverse Töpfe. Wo die Töpfe sind, konnte noch nicht aufgeklärt werden. Koch ich eben meine Suppe in 5 Deckeln.
Als ich dann mein Bett bezog, fiel mir gleich etwas auf. Diverse Flecken auf Decke, "Kopfkissen" und Matte.
Ja, ich schreibe ganz bewusst "Kopfkissen" in Anführungszeichen, denn derMilbenbeutel ist es nicht wert, als Kissen für den Kopf bezeichnet zu werden. Sack mit matschiger Füllung würde passen.
Ja, Matschsack. Sagen wir einfach Matschsack.
Ja, ich schreibe ganz bewusst Matte statt Matratze, denn diese Matte wiegt ca. 5 Tonnen und scheint vom Liegekomfort her aus einem massiven Stück Eisen gefräst zu sein. Man spürt jede Feder der guten Federkernmatte.
Nach einem misslungen Schlafversuch drehte ich die Matte nachts um. Da tat es weniger weh, dafür war auf der anderen Seite auch ein sehr großer Körperflüssigkeitsfleck. Mein Bettlaken werde ich am Wochenende verbrennen, unter der Bedingung, dass der Fleck keine Selbstentzündung fördert.
Der nächste Tag begann gut. Ich ging in die Küche, öffnete meinen Schrank und mein schöner Ottifantenteller löste sich auf dem Fußboden mittels Herabfallen aus dem Hängeschrank in Wohlgefallen auf.
Ich stürzte in tiefe Traurigkeit.
Doch halt, da ist doch ein blau-gelber Lichtblick am Horizont!
IKEA! Die schwedischen Götter in blau-gelb verkauften mir ein Kopfkissen, eine Matratze, einen Teller und eine Schreibtischlampe.
Es ist eine gute Schaumstoffmatratze, ich legte sie auf die Stahlmatte und schlafe sehr gut. Das Kopfkissen von IKEA ist auch gut. Es macht einen angenehmen Schlaf. Milbenfrei.
Ich bezahlte 36€. Das ist ok, ich kann das bestimmt nochmal gebrauchen.
Am gleichen Tag erstand ich beim Blödmarkt auch noch einen DVBT Empfangsstock, den man in die mobile Maschine stecken kann. Nun hab ich farbigen Bildfunk. Lässt sich besonders gut auf einer neuen Matratze gucken.
Wie es der Zufall so wollte, war auch nach der Schule gleich die Dame von der Hausverwaltung auf der Etage und ich monierte die fehlende Duschstange in meiner Nasszelle. Ich gestattete ihr einen Blick auf meine fehlende Duschstange.
Ob ich sie denn verarschen wolle, da hinge doch eine ganz neue Stange, sagte sie und verließ meine Gemächer. Ungläubig schaute ich selber nach. Tatsächlich, eine ganz neue Stange. Voll verchromt.
Heute entschuldigte sie sich für den rüden Tonfall. Der Hausmeister hatte schon von den Damen vom House Keeping einen Hinweis erhalten und montierte in meiner Abwesenheit eine neue Stange.

Samstag, 7. Februar 2009

Mitternachtsblog

Diesen Eintrag schreibe ich, weil ich das so will.

Es wird um Aussagen gehen, die ich für besonders erwähnenswert halte und die sich alle während der Arbeit aus dem Munde der Sprecher entluden.

In Echt sind es nur zwei, ich wollte nur Erwartungen wecken.

Älterer Mann nimmt eine Packung mit Kurzenflaschen Wodka-Energy in die Hand.
"Was ist das denn?"
"Das ist Wodka mit Energy Drink."
Er rümpft missmutig die Nase.
"Das is' ja wat für die Fernfahrers."

Es gibt einen Stand von Feodora im Markt, das ist preislich höher angesiedelte Schokolade.
Ebenfalls ein älterer Herr. Er hat eine sehr gewaltige Stimme. Er könnte von Flensburg bis nach Passau brüllen. Und den Umstand nutze er auch voll aus:
"Mensch, gifft dat hie wat ümmsüss, oda wat?!"

Mir hat's Spaß gemacht.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Ungeahnte weibliche Fähigkeiten


























"Herr PäNG, bitte kommen Sie zur Information, Herr PäNG bitte." Diese Durchsage riss mich aus meiner wohlverdienten Pause. An der Information steht ein Kollege und es wird mir mitgeteilt, dass jemand in mein Auto gefahren sei. Ungläubig ob der Aussage folgte ich ihm auf den Parkplatz. Ob ich denn ein schwarzes Auto fahren würde und ein VER Kennzeichen hätte. Ja. Isso. Ob es ein Seat sei. Nein, ein Peugeot. Was für ein Glück. Folgende Situation fand ich vor:















Die beiden Autos (blau) standen normal auf dem Parkplatz, das rote Auto, welches in Echt dunkelgrün war, so ein English Racing Green, das stand quer auf der Straße. Da es natürlich nicht genügte, nur ein Auto zu demolieren, parkte das Vehikel gleich in den Stoßstangen zweier blauen Autos, die in Echt schwatt und weiß waren. Die Fahrerinnen der blauen Autos (schwatt und weiß) waren schon da und teilten mir mit, schon die Polizei gerufen zu haben. Auf Grund der extremen Situation, dass nur Frauen beteiligt waren, nahm ich mindestens die GSG 9 oder das KSK zur Unfallaufnahme an.
Ich veranlasste sofort eine marktweite Durchsage des Kennzeichens des BMWs und wenig später war die FahrerIN des BMWs schon da. Eine ältere Dame war es. Ironie des Schicksals: Auf ihrem Kofferraumdeckel klebte ein Aufkleber in der Form eines Warndreiecks mit der Aufschrift: Vorsicht Oma! Schmunzelnd verließ ich den Parkplatz und ging Richtung Markt.

Warum ich so auf die Frauen als Fahrer eingehe? Es liegt an der Unfallursache.
Der BMW stand etwas uneben und rollte in die Autos hinein. Warum? Der Automatikwählhebel im BMW stand auf D statt auf P... sehen sich ja auch ähnlich, diese Buchstaben.
Damit wäre bewiesen: Frauen können sogar Autounfälle verursachen, wenn sie nicht einmal im Auto sitzen. Ich sage, RESPEKT!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Beim Dentisten

Heute besuchte ich den Dentisten zwecks Instandsetzung meiner Kauleiste. Um 16.30 hatte ich einen Termin, um 16.25 war ich da, las kurz den Fokus und wurde dann in das Behandlungszimmer DREI geführt. Lange hörte ich nichts. Dann kamen gemeine Geräusche aus Zimmer ZWEI, ein Surren und Zischen, ein Fiepen und Schlürfen.
Ich versuchte mich abzulenken und schaute mich um, begutachtete die Zahnmaschinen und war versucht, ein paar Knöpfe zu drücken. Zum Beispiel, um das Waschbecken zu fluten.
Doch dann wurden meine Augenlider schwerer und schwerer (ich bin um 4:45 Uhr aufgestanden) und fielen alsbald zu. Nun glitt ich also hin in die Welt der Träume, kommod liegend auf einem Behandlungssessel (schwatt).
Plötzlich schreckte ich hoch. Stille. Ich blickte mich um. War schon der Dentist da? Lachten sie? Weder noch. Nur Stille. Dann hörte ich es. Geräusche aus Zimmer ZWEI. Ein Surren und Zischen, ein Fiepen und Schlürfen.
Mir entfuhr ein leises "huch", ist es doch nicht alltäglich, beim Medizinmann einzuschlummern.












































Wie dem auch sei, ich hab kein Loch. So! Ha! Dem hab ich es aber gezeigt.

Montag, 19. Januar 2009

Erlebnisse bei der Bundeswehr, Teil IV

Zugabend des II. Zuges der 6./141 in Luttmersen. Kamerad S. meldete sich zum Matratzenhorchdienst ab. Aber nicht mit uns.
Einige Male sieht man sogar den Verfasser auf dem Bildmaterial.


Sonntag, 18. Januar 2009

Erlebnisse bei der Bundeswehr, Teil III

Grundausbildung. Es war Oktober oder November 2007.

Samstag, 17. Januar 2009

Kültür(k)schock

Neulich bei der Arbeit. Da kam ein junger Mann (Türke) und stellte sich vor das Schnapsregal. Da stehen fertige "Coocktails" und Smoothies mit Allehohl. Zwei von drei Smoothies sind nicht im Regal, weil sie nicht lieferbar sind. Dieser Lieferengpass ist mit einem weißen Schild und roter Schrift am Regal kenntlich gemacht worden. Dort steht: Zur Zeit NICHT LIEFERBAR! Da denk ich mir doch als Kunde "Oha, das wird wohl nicht lieferbar sein."
Nicht so unser lieber Osmane. Daraus resultierte ein kurzer Dialog. O steht hierbei für Osmane.
O:"Ey!"
Ich: "Ja?"
O: "Ey, hassu den (den Smoothie, Anm. d. Verf.) nisch mehr in rot, nur noch grün (Anm. d. Verf. Grün ist Limette und rot wäre Erdbeer)?"
I:"Nein, der ist leider ausverkauft und momentan nicht lieferbar."
O:"Ey scheiße, hassu da noch was von?"
I:"Nein, der ist ausverkauft."
O:"Ey was, und wann kommt der wieder?"
I:"Das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass er nicht lieferbar ist und es wurde kein Datum genannt, wann der wieder lieferbar ist."
O:"Ey, was soll de scheiße, dass ihr den nisch mehr habt,ey, ist doch scheiße..." nach diesem ergreifenden Schlusswort nahm er drei Flaschen "grün" und ging weg.
Was tat ich? Ich ging noch einmal vor das Regal und hab geguckt, ob man das Schild nicht lesen kann. Ich naiver Kerl. Das Schild ist ja auf Deutsch geschrieben.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Vier Zwiebeln für ein Halleluja

Bud Spencer und Terence Hill Abend bei Henning. Ich war mit bai. Er hat sich die Monsterbocks gekauft, da sind viele Filme mit bai, sogar unzensiert. Wir sahen: Zwei Asse trumpfen auf und Vier Fäuste gegen Rio. Letzterer war der Brüller des Abends, da die Sprüche der beiden echt voll lustig sind. Den Abend begleitete eine Kiste Flensburger Pilsener (herbwürzig und frisch) und eine Pizza von 40cm Durchmesser, bereitgestellt vom Pizza Blitz Team Hoya. Hot Devil war der Name und es war dermaßen viel Knoblauch mit bai, dass der Raum in kürzester Zeit roch wie eine Osmanenhochzeit. Denn wie jeder weiß stinken alle Osmanen nach Knoblauch.
Auf die Filme muss ich nicht näher eingehen, jeder sollte sie kennen. Um halb zwei in der Nacht war der Sbass dann beendet und ich wurde nach Hause gefahren. Schon im Auto verbreitete ich eine Knoblauchfahne, dass ich, zuhause angekommen, die Türe noch etwas offen stehen lassen sollte. Ich schlief mit offenem Fenster, was meine Fahne nicht daran hinderte, durch die Tür auf den Flur zu ziehen und dort eine übelriechende Wand meiner Ausdünstungen aufzubauen. Hund Emma (schwatt) soll ob des Geruches jaulend den Schwanz eingezogen haben.
Heute stand ich dann gegen 10 auf und musste natürlich wie jeder echte Mann, ordentlich koten. Doch was sich da in meinem Adoniskörper in der Nacht aus Bier, Zwiebeln und Knoblauch zusammenbraute, trotzt jeder Beschreibung von Gestank. Das Fenster im Bad blieb natürlich geschlossen, um den Geruch für die Nachwelt zu konservieren. Fünf Minuten später betrat ich das Bad wieder um zu duschen und ekelte mich vor mich selbst. Ich duschte schnell, öffnete das Fenster und wartete auf das Eintreffen des Gefahrgutzuges Biogas der Feuerwehr Nienburg.
Jetzt gehe ich gleich zum Frisör und verzaubere sie mit meinem Geruch.

Unten sind noch Bilder mit bai. Die Pizza (40cm) und das Bier.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Nachwuchstalent

Ihr kennt bestimmt alle diese ganzen Detektivserien. Lenßen und Partner und sowas. Da wird alles immer voll geheim aufgenommen.

Ich hab auch mal was geheim aufgenommen. Ich verfolgte den Hund Emma (schwatt), wie sie einen Garten (nicht unseren) umgrub.

Beurteilt bitte selbst, ob das Lenßen und Partner würdig ist.


Donnerstag, 1. Januar 2009

Ein Kessel Buntes

Der 31.12.2008 versprach ein langer Tag zu werden. Der Wecker weckte mich um 3:45, weil ich um fünf bereits zur Arbeit musste. Es war ja Sülwäster und da kamen viele Leute um noch einzukaufen, denn wie jedes Jahr kommt Sülwäster so überraschend. Zack, plötzlich ist der letzte Tag des Jahres.
Hier möchte ich über einige besondere Ereignisse berichten.

1) Haare färben. Ja genau, mir wurden die Haare mit so einem Farbspray gefärbt und mit Glitzer besprüht. Alle Mitarbeiter waren davon betroffen. Mein Hinterkopf war also grün, oben und vorne hatte ich ein schönes orange, was durch geschmackvollen güldenen Glitzer ästhetisch abgerundet wurde.
Nach dieser Schönheitsbehandlung konnte ich dann verkaufend tätig werden. (Was für eine geile Überleitung, woll.)

2) Verkaufsgespräche, Teil I.
"Hallo, kennen Sie sich hier aus?"
"(Gedanken: Nein, ich bin der Klomann und meine Arbeitskleidung sieht der der Verkäufer täuschend ähnlich.)"
"Ja, was suchen Sie denn?"
"Ich suche Wodka Lemon, den hat man Sohn hier gestern gekauft, aber ich finde den nicht mehr."
"Wir führen kein Wodka Lemon, nur Wodka Citrus."
"Dann muss mein Sohn wohl das letzte gekauft haben."
"Aber wir haben gar kein Wodka Lemon in unserem Sortiment. Und bei der Flaschenform, die Sie meinen, gibt es nur andere Mischgetränke."
"Hm, schade, na dann muss ich mich woanders umschauen."
Aber was ein guter Verkäufer ist, hat sein Sortiment natürlich im Kopf und ich schloß anhand der beschrieben Flaschenform auf Bacardi Lemon. Ich zeigte ihr die Flasche und lag richtig. Die Dame war sehr erfreut und kaufte eine Flasche.

2) Verkaufsgespräch Teil II: Nächster Kunde.
"Guten Tag, ich suche Chantré."
Ich gab ihm eine Flasche Chantré, für die Unbedarften, das ist Weinbrand.
"Nein, das ist kein Chantré."
"Doch, das ist Chantré, das ist ein Weinbrand."
"Hm, nein, dann meine ich was anderes. Die Flasche sieht so ähnlich aus und..hmm, wie soll ich das jetzt beschreiben. Ähm, also man kann es pur trinken oder mit Eis..."
Habt ihr es erraten, was es ist? Baileys natürlich. Klaro. Ich bin auch sofort drauf gekommen.

"Die Flasche sieht so ähnlich aus, wie diese, nur noch vorne anders."
Ich hatte leider meine Kristallkugel nicht mit, sonst hätte ich das natürlich sofort erraten.

3) Sektausschank.
Zur Feier des Tages schenkten wir am Eingang Sekt aus (3,79€ die Flasche im Verkauf, jetzt kostenlos). Einige Leute kamen und bekundeten ihr Interesse an dem Sekt und probierten ein Glas. Doch dann kam die Elite der Kleinstadt Hoya. Erst einer, dann immer mehr Berufsalkis scharrten sich um den Stehtisch und leerten Glas um Glas. Dabei erfuhr ich Insiderinformationen über das Leben dieser Menschen:
"Und du, was hasn du n ganzen Tach gemacht?"
"Na, ich war den ganzen Tag in der Scharfen Ecke, genauso wie du..."
"höhöhö, achja, stimmt ja, höhöhö."

Nach einer Stunde waren dann alle weg, bis auf eine Frau mit Bart. Sie unterhielt sich mit jemanden, den sie wohl kaum kannte und er kannte sie auch nicht und legte auch nicht viel Wert darauf.
Er: "Was machen Sie denn beruflich."
Sie: "Ich bin Witwe."

Na, so kann man sich seinen Lebensunterhalt doch auch verdienen, oder?