Dienstag, 17. Februar 2009

Der Prinz auf der Stahlmatte

Das ging ja gut los in Kiel.
Ich bezog mein Zimmer, begutachtete das Bad und stellte fest, dass keine Stange vorhanden ist, an der sich der Duschkopf mittels Haken aufhängen lässt, sodass man freihändig duschen kann.
Die Ausstattung der Küche würde ich mal als minimalistisch beschreiben. Kein Besteck, keine Tassen, keine Becher und keine Töpfe. Dafür aber ein gut sortiertes Sortiment an Deckeln für diverse Töpfe. Wo die Töpfe sind, konnte noch nicht aufgeklärt werden. Koch ich eben meine Suppe in 5 Deckeln.
Als ich dann mein Bett bezog, fiel mir gleich etwas auf. Diverse Flecken auf Decke, "Kopfkissen" und Matte.
Ja, ich schreibe ganz bewusst "Kopfkissen" in Anführungszeichen, denn derMilbenbeutel ist es nicht wert, als Kissen für den Kopf bezeichnet zu werden. Sack mit matschiger Füllung würde passen.
Ja, Matschsack. Sagen wir einfach Matschsack.
Ja, ich schreibe ganz bewusst Matte statt Matratze, denn diese Matte wiegt ca. 5 Tonnen und scheint vom Liegekomfort her aus einem massiven Stück Eisen gefräst zu sein. Man spürt jede Feder der guten Federkernmatte.
Nach einem misslungen Schlafversuch drehte ich die Matte nachts um. Da tat es weniger weh, dafür war auf der anderen Seite auch ein sehr großer Körperflüssigkeitsfleck. Mein Bettlaken werde ich am Wochenende verbrennen, unter der Bedingung, dass der Fleck keine Selbstentzündung fördert.
Der nächste Tag begann gut. Ich ging in die Küche, öffnete meinen Schrank und mein schöner Ottifantenteller löste sich auf dem Fußboden mittels Herabfallen aus dem Hängeschrank in Wohlgefallen auf.
Ich stürzte in tiefe Traurigkeit.
Doch halt, da ist doch ein blau-gelber Lichtblick am Horizont!
IKEA! Die schwedischen Götter in blau-gelb verkauften mir ein Kopfkissen, eine Matratze, einen Teller und eine Schreibtischlampe.
Es ist eine gute Schaumstoffmatratze, ich legte sie auf die Stahlmatte und schlafe sehr gut. Das Kopfkissen von IKEA ist auch gut. Es macht einen angenehmen Schlaf. Milbenfrei.
Ich bezahlte 36€. Das ist ok, ich kann das bestimmt nochmal gebrauchen.
Am gleichen Tag erstand ich beim Blödmarkt auch noch einen DVBT Empfangsstock, den man in die mobile Maschine stecken kann. Nun hab ich farbigen Bildfunk. Lässt sich besonders gut auf einer neuen Matratze gucken.
Wie es der Zufall so wollte, war auch nach der Schule gleich die Dame von der Hausverwaltung auf der Etage und ich monierte die fehlende Duschstange in meiner Nasszelle. Ich gestattete ihr einen Blick auf meine fehlende Duschstange.
Ob ich sie denn verarschen wolle, da hinge doch eine ganz neue Stange, sagte sie und verließ meine Gemächer. Ungläubig schaute ich selber nach. Tatsächlich, eine ganz neue Stange. Voll verchromt.
Heute entschuldigte sie sich für den rüden Tonfall. Der Hausmeister hatte schon von den Damen vom House Keeping einen Hinweis erhalten und montierte in meiner Abwesenheit eine neue Stange.

Samstag, 7. Februar 2009

Mitternachtsblog

Diesen Eintrag schreibe ich, weil ich das so will.

Es wird um Aussagen gehen, die ich für besonders erwähnenswert halte und die sich alle während der Arbeit aus dem Munde der Sprecher entluden.

In Echt sind es nur zwei, ich wollte nur Erwartungen wecken.

Älterer Mann nimmt eine Packung mit Kurzenflaschen Wodka-Energy in die Hand.
"Was ist das denn?"
"Das ist Wodka mit Energy Drink."
Er rümpft missmutig die Nase.
"Das is' ja wat für die Fernfahrers."

Es gibt einen Stand von Feodora im Markt, das ist preislich höher angesiedelte Schokolade.
Ebenfalls ein älterer Herr. Er hat eine sehr gewaltige Stimme. Er könnte von Flensburg bis nach Passau brüllen. Und den Umstand nutze er auch voll aus:
"Mensch, gifft dat hie wat ümmsüss, oda wat?!"

Mir hat's Spaß gemacht.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Ungeahnte weibliche Fähigkeiten


























"Herr PäNG, bitte kommen Sie zur Information, Herr PäNG bitte." Diese Durchsage riss mich aus meiner wohlverdienten Pause. An der Information steht ein Kollege und es wird mir mitgeteilt, dass jemand in mein Auto gefahren sei. Ungläubig ob der Aussage folgte ich ihm auf den Parkplatz. Ob ich denn ein schwarzes Auto fahren würde und ein VER Kennzeichen hätte. Ja. Isso. Ob es ein Seat sei. Nein, ein Peugeot. Was für ein Glück. Folgende Situation fand ich vor:















Die beiden Autos (blau) standen normal auf dem Parkplatz, das rote Auto, welches in Echt dunkelgrün war, so ein English Racing Green, das stand quer auf der Straße. Da es natürlich nicht genügte, nur ein Auto zu demolieren, parkte das Vehikel gleich in den Stoßstangen zweier blauen Autos, die in Echt schwatt und weiß waren. Die Fahrerinnen der blauen Autos (schwatt und weiß) waren schon da und teilten mir mit, schon die Polizei gerufen zu haben. Auf Grund der extremen Situation, dass nur Frauen beteiligt waren, nahm ich mindestens die GSG 9 oder das KSK zur Unfallaufnahme an.
Ich veranlasste sofort eine marktweite Durchsage des Kennzeichens des BMWs und wenig später war die FahrerIN des BMWs schon da. Eine ältere Dame war es. Ironie des Schicksals: Auf ihrem Kofferraumdeckel klebte ein Aufkleber in der Form eines Warndreiecks mit der Aufschrift: Vorsicht Oma! Schmunzelnd verließ ich den Parkplatz und ging Richtung Markt.

Warum ich so auf die Frauen als Fahrer eingehe? Es liegt an der Unfallursache.
Der BMW stand etwas uneben und rollte in die Autos hinein. Warum? Der Automatikwählhebel im BMW stand auf D statt auf P... sehen sich ja auch ähnlich, diese Buchstaben.
Damit wäre bewiesen: Frauen können sogar Autounfälle verursachen, wenn sie nicht einmal im Auto sitzen. Ich sage, RESPEKT!