Sonntag, 22. März 2009

Das elementare Zerwürfnis des Seins

Wer das liest ist doof.

Einkaufen ist Krieg



















Es ist 8 Uhr morgens. Die große Eingangstür aus Glas öffnet sich. Das typische Gerassel der Einkaufswagen schallt durch den Markt. Der Kampf beginnt.

Es muss an dieser Stelle einmal deutlich gesagt werden: EINKAUFEN IST KRIEG! Einkaufen ist Sozialdarwinismus par excellence. Der Schwächste fliegt oder bekommt zumindest keine Wassermelone mehr.
Dass es die gesamte Woche Lieferungen an Wassermelonen oder anderen Gütern gibt, ist an dieser Stelle egal. Es soll heute genau die eine Wassermelone da unten in der Kiste sein, sonst kippt das kosmische Gefüge.

Der handelsübliche Kunde hat natürlich Mittel und Wege, seine Interessen durchzusetzen und dazu bedient er sich verschiedener Hilfsmittel.
Zum einen wäre da der Einkaufswagen. Wer jetzt denkt, ein Einkaufswagen dient dazu, die gekaufte Ware dort abzulegen, der irrt. Ein Einkaufswagen darf ruhig als Panzer des Supermarktes bezeichnet werden. Mit ihm lassen sich perfekt lästige Mitmenschen oder fremde Einkaufswagen rammen. Verstopfter Gang? Kein Durchkommen mehr? Gibt es nicht. Da wird der Schritt beschleunigt, die Hände schließen sich fest um den Wagen und es wird sich in die Menge gestürzt. Schäden werden billigend in Kauf genommen, Hauptsache man bekommt noch Jacobs Krönung für 2,79€.
Eine ganz perfide Taktik ist das Sabotieren des Einkaufs. Dort wird einfach ein abgestellter Einkaufswagen mitgenommen und irgendwo im Markt abgestellt. Der Besitzer des Wagens muss dann suchend durch den Markt laufen und hat so natürlich keine Zeit, Melonen und Kaffee in seinen Panzer zu räumen.
Die letzte Taktik und gleichzeitig die am Häufigsten benutzte ist die des Pöbelns. Was sonst als unhöflich gilt, ist beim Einkaufen erlaubt, denn es ist schließlich Krieg und der Kriegszustand setzt einige Maßstäbe des Zusammenlebens außer Kraft.
So verwundert es auch nicht, dass die Lautstärke an manchen Tagen ohrenblutende Höhen erreicht. Es wird geschimpft und gemeckert, gezetert und gezergelt. Man ist schließlich im Recht, der andere im Unrecht und sowieso hat man es wahlweise eilig, war zuerst da, muss schnell weg oder hat keine Zeit.
Es gibt auch eine ganz besondere Gruppe von Einkäufern und das sind die Schleicher. Sie schleichen sich listig an die Angebote an und schlagen blitzschnell und rücksichtslos zu. Sollte das Angebot grade vergriffen sein, warten sie solange, bis es aus dem Lager geholt wird. Die Palette wird dann umkreist wie hungrige Geier über dem Aas kreisen. Sobald die Folie entfernt wurde, beginnt die Rangelei, von hinten rollen Panzer an und alle Seiten belagern sich gegenseitig.

Wie der geneigte Leser erkennen kann, ist so ein Supermarkt ein Pulverfass. Fügen wir also einen weiteren Faktor hinzu, der die Explosivität der Situation noch einmal verdeutlicht.

Es gibt was umsonst.

Ja genau, Gratisproben, Verkostungen oder ähnliches.
Zum Beispiel kann die feilgebotene Wassermelone probiert werden. Dafür steht ein Teller unter einer schützenden Glocke bereit, voll mit Wassermelonenstückchen.
In manchen Kulturkreisen wird dies als Gelegenheit genommen, um sich mal richtig satt zu essen. Die Kinder stellen sich also rund um die Glocke auf, sodass niemand mehr in Verlegenheit kommt, davon probieren zu können. Die Mutter öffnet die Glocke und innerhalb von 2 Minuten hat sich eine halbe Melone in Wohlgefallen aufgelöst.
Sollte die Glocke mal nicht belagert werden, ist das Ergebnis trotzdem gleich. Innerhalb von zwei Minuten ist die Glocke wieder leer. Das muss wohl daran liegen, dass wir pro Tag natürlich nur eine halbe Melone zur Verkostung bereit stellen und somit den letzten die Hunde beißen.
Hier zeigt sich dann der Trieb zur Arterhaltung und es wird geboxt, um noch Wassermelone abzubekommen. Und das geht so den ganzen Tag. Da soll mal einer sagen, es gäbe kein Perpetuum Mobile. Gibt es. Wassermelonen sind der Beweis.

Mittwoch, 11. März 2009

iSkalt

















Heute besuchten wir unser Zentrallager in Neumünster. Das ist echt groß. Sieht man sonst nur im Fernsehen sowas.
Dort gibt es natürlich auch ein Tiefkühllager. Wir waren drin. Ich atmete durch die Nase. Und atmete. Und atmete.

Mir fror der Rotz in der Nase fest.

Dienstag, 10. März 2009

Früher war alles besser

Heute ist ja mal ein Knopf von meinem Wintermantel abgerissen.














Das ist insofern nicht schlimm, als dass ich natürlich in der Lage bin, den Knopf wieder anzunähen. Bei der Bundeswehr hatten wir ja immer ein Nähset.



















Da hätte ich, schwuppdiwupp, in den schönsten Olivtönen meinen Knopf wieder angenäht. Doch bin bin nicht mehr bei der Bundeswehr und habe somit auch kein dienstlich geliefertes Nähzeug mehr.

















Und ohne den Knopf sieht das auch echt mal bescheuert aus.
Früher war eben alles besser.

Mittwoch, 4. März 2009

Der mit den Siebenzeilenstiefeln hatte ein Problem













Mein Laptop ist eine gute Maschine. Er hat 80GB Platz auf der festen Platte und stellt 1GB für die Arbeit zur Verfügung. Selbst Gigahertz hat er. Man kann Dinge reinstecken und Filmscheiben damit abspielen.
Heute versuchte ich das erste Mal, einen digitalen Projektor anzuschließen. Denn ich musste eine Powerpoint Präsentation, die eigentlich eine Open Office Images Dokumentation ist, einem ausgewählten Fachpublikum vorstellen.
Während der Erstellung meiner Präsentation stürzte das Programm drei oder vier Mal ab, heute vor der Premiere ganze sechs Mal.
Alles in allem sehr zuverlässig.
Dann war ich also dran, nahm mein mobiles Gerät und steckte das Kabel des Beamers rein.







Nichts.









Nichts.






Meine Maschine gibt kein Bild an einen Beamer ab. Find ich ja echt fies, dass mein Laptop nicht teilen mag.

Ich stellte meinen Vortrag mit einem anderen Laptop vor. Hatte natürlich einen USB Stick mit.

Denn irgendwie ahnte ich das doch.

Fazit: Mein Laptop ist ein Narzisst.