Mittwoch, 22. Oktober 2008

Ein friedlicher Morgen

Endlich Urlaub! Abends lange aufbleiben und morgens ausschlafen. Ausschlafen? Was definiere ich unter Ausschlafen? Ausschlafen bedeutet für mich, länger als sechs oder sieben Stunden schlafen zu können. Das wäre ja jetzt geklärt.
Dem Genuss des Ausschlafens können Kinder ab und zu ja abträglich sein. In meinem Falle die Nachbarskinder, die eine besondere Spezies bilden. Künftige Ausbildung als Hartz IV prognostiziert. Warum? Absolute Blödheit, selbst als Kind. Die Kommunikation der Eltern sowie der Kinder bewegt sich lautstärkemäßig auf dem Niveau eines Presslufthammers. Die Mutter sieht ähnlich aus wie Cindy aus Marzahn. Nur ohne die ganze Schminke, aber die Kleidung stimmt.
Diese wundervollen Geschöpfe haben derzeit Besuch von der Verwandtschaft, die sich Kommunikativ auf ähnlich hohem Niveau bewegen. Natürlich spielen diese Kinder auch und ich bin ja schon froh, wenn diese Generation Kinder überhaupt noch einen Fuß vor die Tür setzt. Doch irgendwie habe ich ein anderes Verständnis von Spielen. Jedenfalls bedeutet spielen für mich nicht, mit einer Schaufel auf die Rutsche aus Stahl einzuschlagen, den Hund anzubrüllen oder sich gegenseitig anzubrüllen.
Soeben beobachtete ich den Cousin der hier lebenden Kinder bei einer besonders diffizilen Art des Spielens. Man braucht: eine Schaufel (!) und einen Laubhaufen. Man nehme nun die Schaufel und schlage auf den Laubhaufen ein. Vergleiche Hierzu das Spiel: Mit Schaufel auf Rutsche hauen, mit Schaufel auf Zaun hauen und mit Schaufel in die Luft hauen. Das ganze wird untermalt durch Gekreische. Hinzu kommt noch das Brüllen der Mütter (vgl. hierzu die Stimme des Sängers von Six Feet Under oder einer KZ-Aufseherin).
Dieses herrliche Prekariatsintermezzo bereichert meinen Morgen.

P.S. Arrogant? Ich?

1 Kommentar:

Thomas B. hat gesagt…

haben die nur EINEN hund?