Dienstag, 14. Oktober 2008

Erlebnisse bei der Bundeswehr, Teil I ( nix chronologisch)

Es war einmal ein Mann. Der ging zur Bundeswehr. Dort traf er viele andere Männer, die selbiges auch taten. Manche mochte man und manche nicht. Manche waren normal, manche waren krank. Manche wollten da sein, manche nicht.
Und hier setze ich an. Auch wenn man schon Soldat ist, darf man verweigern. Isso. Dies taten viele, nachdem sie erfuhren, dass Mama ihnen kein Frühstück ans Bett bringt. Und bei allen klappte es. Außer bei einem. T.! T. wirkte immer etwas degeneriert. Er machte nie was mit und sprach kein Wort. Des Weiteren protestierte er, indem er nie duschte. Oder er duscht sowieso nie, wer weiß das schon? Er schrieb jedenfalls seinen Kriegsdienstverweigerungsantrag (KDV). Warum er verweigert? Knie kaputt lautete seine Begründung. Der Antrag wurde abgelehnt. Aus gesundheitlichen Gründen kann man nur vom Arzt entlassen werden und dieser stellte keine Erkrankung des Knies fest. T. überlegte scharf. Wie schafft er es nur, aus diesem Verein rauszukommen. Genauuu, er verweigert mit der Begründung, dass sein Knie kaputt sei. Er bekam die gleiche Antwort wieder. Er kann sich nicht selber eine Krankheit attestieren.
Nanu, dachte sich T. hat ja schon wieder nicht geklappt. Diesmal nehme ich eine andere Begründung. KNIE! Aber komischerweise wurde auch der dritte Antrag abgelehnt. Jetzt waren schon zweieinhalb Monate des Gundwehrdienstes um und er hat nichts mitgemacht. Keine Ausbildung genossen. Nichts. Und da sagte er sich todesmutig, wenn mein Knie nicht wirkt, dann bleib ich eben doch hier. Und er blieb für die restliche Zeit dort, duschte trotzdem nicht und sprach kein Wort. Er war allen unheimlich. Trotzdem durfte er mit auf die Schießbahn und scharf schießen. Mit einer kleinen Einschränkung. Niemand vertraute ihm, deshalb hielt ihn immer eine Aufsicht an seinem Koppel fest, wenn er eine scharfe Waffe in der Hand hatte. Sodass er zurück gezogen werden konnte, sollte er mal durchdrehen. Die Aufsicht war natürlich auch bewaffnet (P8).
Ich war und bin froh, dass ich nie wieder schießen musste, besonders nicht mit dem Typen und saß in meinem warmen Büro und laß die BILD.

1 Kommentar:

Thomas B. hat gesagt…

So Typen hab ich da auch erlebt.
Nicht duschen, nicht sprechen, nicht essen.

Unheimlich. Echt jetzt.