Heute war ein Mann da. Der Mann brachte Puffer mit. Aus einer Flasche. Er briet sie und es roch. Aber schmeckte recht gut. Ob er dem Produkt damit zu neuen Höhenflügen verhalf, ist nicht bekannt. Ich aß jedenfalls drei Puffer mit roter Grütze. Ich aß sie in der Pause. Eine gute Überleitung, denn in der Pause wurde über Helga gesprochen. Mein Horizont über Helga wurde erweitert.
Um die folgende Geschichte zu verstehen, ein kurzer Einschub. Der Mann einer Kassiererin trinkt des Öfteren seinen Kaffee bei einem Bäcker, der bei unserem Markt vorne mit bai ist. Außerdem trägt Helga sehr oft eine große Mütze.
Er sitzt draußen. Helga kommt und setzt sich zu ihm.
"Leih mir mal Geld."
"Wieso soll ich dir denn Geld leihen?"
"Ich will deiner Frau Kaffee und Kuchen ausgeben."
Er steht auf und setzt sich rein. Helga folgt und quatscht ihn zu. Dann platzt ihm der Kragen.
"Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, zieh ich dir deine Mütze über den Kopf, du kleiner Gnom."
Helga entschwand und ging zu besagster Kassiererin und beschwerte sich:
"Dein Mann hat gesagt, ich bin ein kleiner Gnom."
Ich glaube, Lacher waren mit bai.
In der Adventszeit gibt es immer Stollen umsonst. Als kleine Aufmerksamkeit für die Kunden. Kleine Stückchen. Ansprechend auf einem Tischchen drapiert. Helga kommt und frisst ALLES komplett auf, geht zu einer Mitarbeiterin und beschwert sich mit vollem Mund, dass der Stollen scheiße schmeckt.
Außerdem klaut Helga ab und zu. Hier verschwindet was in der Tasche, oder sie legt etwas unter das Katzenstreu. Sehr gerne nimmt sie auch bezahlte Ware eines anderen Kunden mit, sollte dieser seine Einkäufe nicht schnell genug verpackt haben. Bis jetzt wurde aber auch alles aufgeklärt. DIe Diebstähle wurden uns von einem anderen Markt mitgeteilt. Ab jetzt gibt es die totale Helgaüberwachung. Der arme Detektiv.
Mehr in Kürze.
Freitag, 29. August 2008
Mittwoch, 27. August 2008
PNG 1 - Helga 0
Heute war Helga da. Hinterhältig lauerte sie mir auf, bewaffnet mit Salatdressing. Joghurt und French. Versteckt vor einem Kühlschrank. Flotten Schrittes ging ich in den Laden. Ich sah sie zu spät, zögerte und ging weiter. Doch es war vergebens. Sie sprach mich an. Ich tat sehr beschäftigt.
"Ist bei dem Dressing Knoblauch mit bai?" Voller Sachkompetenz und auf die Zutatenliste schauend verneinte ich die Frage und wollte weiter gehen. Doch sie streckte mir ein Joghurtdressing entgegen. "Und da? Ist da Knoblauch mit bai?". "Nein, da auch nicht." Dann wollte sie mit mir eine Diskussion anfangen. In French Dressing müsse ja Knoblauch drin sein. Ist doch alles voller grüner Schnippsel. Doch ich war schon weg, versteckt hinter einem Regal. Helga brabbelte noch vor sich hin und ich räumte extra langsam ein.
Sie muss den Laden verlassen haben, denn ich sah sie nicht wieder. Kann auch daran liegen, dass ich 45min im Lager verbracht habe. Aufräumen.
Ich war stolz auf mich. Hab sie eiskalt abserviert. Das muss mir erstmal einer nachmachen.
Mehr von Helga gibts bestimmt schon bald. Denn Freitag und Samstag ist Schnäppchenmarkt.
"Ist bei dem Dressing Knoblauch mit bai?" Voller Sachkompetenz und auf die Zutatenliste schauend verneinte ich die Frage und wollte weiter gehen. Doch sie streckte mir ein Joghurtdressing entgegen. "Und da? Ist da Knoblauch mit bai?". "Nein, da auch nicht." Dann wollte sie mit mir eine Diskussion anfangen. In French Dressing müsse ja Knoblauch drin sein. Ist doch alles voller grüner Schnippsel. Doch ich war schon weg, versteckt hinter einem Regal. Helga brabbelte noch vor sich hin und ich räumte extra langsam ein.
Sie muss den Laden verlassen haben, denn ich sah sie nicht wieder. Kann auch daran liegen, dass ich 45min im Lager verbracht habe. Aufräumen.
Ich war stolz auf mich. Hab sie eiskalt abserviert. Das muss mir erstmal einer nachmachen.
Mehr von Helga gibts bestimmt schon bald. Denn Freitag und Samstag ist Schnäppchenmarkt.
Sonntag, 24. August 2008
Echte Männer
Wir reden hier von Männern. Von echten Kerlen. Von Typen, für die der Stuhlgang etwas ganz besonderes ist. Ein männliches Ritual wie grillen (5€) oder im Stehen pinkeln.
Der Mann verspürt einen leichten Druck am Ende des Darms. Er muss mal. Doch je länger er wartet, desto größer ist die Chance auf eine wirklich große Einlage. Also wird gewartet, es wird bis zum letzten Moment ausgeharrt. Irgendwann gehts los. Der Mann begibt sich zur Toilette. Neben dem Klo, fein säuberlich sortiert, eine Sammlung der perfekten Klolektüre. Zeitungen, Magazine und Zeitschriften warten darauf, gelesen zu werden. Sport, Autos, Motorräder, Bildung, Wissen und Titten. Mancher Kioskbetreiber würde den Mann um die Auswahl seiner Lektüre beneiden.
Nachdem ein adäquates Blatt ausgewählt wurde, kann es losgehen. Und das kann dauern. Unter 10min-15min geht hier gar nichts. Schließlich ist das Kacken ein Rückzugsort vom alltäglichen Streß. Endlich mal alleine sein. Man(n) gibt sich die größte Mühe, einen Rohrkrepierer abzulassen. Die Anzahl der Spülungen gibt Aufschluss über den Erfolg des Stuhlgangs. Kurze Blicke in die Schüssel lassen Erfolgserlebnisse entstehen.
Jetzt noch kurz den Artikel beenden, abwischen, die finale Spülung und das wars. Der Mann ist fertig. Jetzt noch das Fenster öffnen. Nicht vergessen, die Familienmitglieder davon in Kenntnis zu setzen, dass Mann grade kacken war und dass es sehr männlich riecht und dass die Fenster die nächsten 30min nicht geschlossen werden sollen.
Tipp: Vorher und nachher auf die Waage. Dies lässt genaue Rückschlüsse über das Gewicht der Einlage zu. Wer mag, darf darüber Buch führen.
Der Mann verspürt einen leichten Druck am Ende des Darms. Er muss mal. Doch je länger er wartet, desto größer ist die Chance auf eine wirklich große Einlage. Also wird gewartet, es wird bis zum letzten Moment ausgeharrt. Irgendwann gehts los. Der Mann begibt sich zur Toilette. Neben dem Klo, fein säuberlich sortiert, eine Sammlung der perfekten Klolektüre. Zeitungen, Magazine und Zeitschriften warten darauf, gelesen zu werden. Sport, Autos, Motorräder, Bildung, Wissen und Titten. Mancher Kioskbetreiber würde den Mann um die Auswahl seiner Lektüre beneiden.
Nachdem ein adäquates Blatt ausgewählt wurde, kann es losgehen. Und das kann dauern. Unter 10min-15min geht hier gar nichts. Schließlich ist das Kacken ein Rückzugsort vom alltäglichen Streß. Endlich mal alleine sein. Man(n) gibt sich die größte Mühe, einen Rohrkrepierer abzulassen. Die Anzahl der Spülungen gibt Aufschluss über den Erfolg des Stuhlgangs. Kurze Blicke in die Schüssel lassen Erfolgserlebnisse entstehen.
Jetzt noch kurz den Artikel beenden, abwischen, die finale Spülung und das wars. Der Mann ist fertig. Jetzt noch das Fenster öffnen. Nicht vergessen, die Familienmitglieder davon in Kenntnis zu setzen, dass Mann grade kacken war und dass es sehr männlich riecht und dass die Fenster die nächsten 30min nicht geschlossen werden sollen.
Tipp: Vorher und nachher auf die Waage. Dies lässt genaue Rückschlüsse über das Gewicht der Einlage zu. Wer mag, darf darüber Buch führen.
Ich kam, sah und fegte.
Wer kennt das nicht? Vorahnungen. Man denkt es und es passiert augenblicklich. Man ist der Meinung, hellseherische Fähigkeiten zu besitzen. Natürlich nur für die negativen Dinge des Lebens.
Unfälle, Missgeschicke, Erektionsstörungen und fehlendes Pilsbier.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich ES kann. Ich SEHE in die Zukunft. Und das kam so.
Ein normaler Arbeitstag. Der fleißige Arbeiter begibt sich ins Lager und möchte eine Palette aus dem Hochregal holen. Höhe ca. 3,50m - 4m. Er nimmt sich den Stapler und hat die Palette sicher auf den Gabeln und beginnt die Palette herauszuholen. Doch dann schießt ein Gedanke, eine Vorahnung durch den Kopf. "Hoffentlich fällt mir nie aus der Höhe was herunter." Im gleichen Moment wähnt man sich im Krieg. Ein Sektflaschenhagel geht nieder, mit ohrenbetäubenden Krach schlagen diese auf den Boden auf, zerplatzen und Sekt spritzt umher. Manche Flaschen nehmen einen Umweg. Statt direkt auf den Boden zu fallen, zerplatzen sie auf anderen Paletten, um den Inhalt komplett mit Sekt zu durchtränken, um dann später in Einzelteilen zu Boden zu gehen. Mit schreckgeweiteten Augen sieht der fleißige Arbeiter eine Flasche auf sein Gesicht zusegeln. Die Plexiglasscheibe des Staplers schützt das Antlitz des fleißigen Arbeiters. Einen Augenblick später tropft Sekt die Scheibe herunter.
Das Getöse ist beendet. Der fleißige Arbeiter steht in einem See aus Sekt und Scherben. Man hört ein leises Tröpfeln.
Bestandsaufnahme: drei Flaschen fielen zu Boden und blieben ganz. Vier Flaschen Sekt wurden zerstört. Eine Platte mit Schnaps in Kartons weichte komplett durch, eine andere zur Hälfte. Diverse Toffifeepackungen werden in Zukunft als Mon Cherie verkauft.
In einem Karton Kräuterschnaps dann die Überraschung. Alle Flaschen bis auf eine sind ganz. Der betroffenen Flasche wurde durch die Wucht des Aufpralls der Boden abgeschlagen, der Kräuterschnaps lief aus.
Im Lager roch es leicht nach Sekt. Das Gesamtchaos war nach zwei Stunden beseitigt. Danach nahm der fleißige Arbeiter seine wohlverdiente Mittagspause.
Unfälle, Missgeschicke, Erektionsstörungen und fehlendes Pilsbier.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich ES kann. Ich SEHE in die Zukunft. Und das kam so.
Ein normaler Arbeitstag. Der fleißige Arbeiter begibt sich ins Lager und möchte eine Palette aus dem Hochregal holen. Höhe ca. 3,50m - 4m. Er nimmt sich den Stapler und hat die Palette sicher auf den Gabeln und beginnt die Palette herauszuholen. Doch dann schießt ein Gedanke, eine Vorahnung durch den Kopf. "Hoffentlich fällt mir nie aus der Höhe was herunter." Im gleichen Moment wähnt man sich im Krieg. Ein Sektflaschenhagel geht nieder, mit ohrenbetäubenden Krach schlagen diese auf den Boden auf, zerplatzen und Sekt spritzt umher. Manche Flaschen nehmen einen Umweg. Statt direkt auf den Boden zu fallen, zerplatzen sie auf anderen Paletten, um den Inhalt komplett mit Sekt zu durchtränken, um dann später in Einzelteilen zu Boden zu gehen. Mit schreckgeweiteten Augen sieht der fleißige Arbeiter eine Flasche auf sein Gesicht zusegeln. Die Plexiglasscheibe des Staplers schützt das Antlitz des fleißigen Arbeiters. Einen Augenblick später tropft Sekt die Scheibe herunter.
Das Getöse ist beendet. Der fleißige Arbeiter steht in einem See aus Sekt und Scherben. Man hört ein leises Tröpfeln.
Bestandsaufnahme: drei Flaschen fielen zu Boden und blieben ganz. Vier Flaschen Sekt wurden zerstört. Eine Platte mit Schnaps in Kartons weichte komplett durch, eine andere zur Hälfte. Diverse Toffifeepackungen werden in Zukunft als Mon Cherie verkauft.
In einem Karton Kräuterschnaps dann die Überraschung. Alle Flaschen bis auf eine sind ganz. Der betroffenen Flasche wurde durch die Wucht des Aufpralls der Boden abgeschlagen, der Kräuterschnaps lief aus.
Im Lager roch es leicht nach Sekt. Das Gesamtchaos war nach zwei Stunden beseitigt. Danach nahm der fleißige Arbeiter seine wohlverdiente Mittagspause.
Von Würmern und Krankenhäusern
Helga hat eine Freundin. Diese erzählte mir sehr interessante Dinge, die ich der Leserschaft nicht vorenthalten möchte:
- die Regierung hat nichts für uns getan. Alles bleibt am kleinen Mann hängen (hihi)
- ihre Pflegeversicherung bezahlt die Taxifahrt nach der OP nicht mehr Dabei zahlt sie doch soviel dafür
- der Wein aus dem Tetrapak schmeckt genauso wie der für 10€ aus der Flasche. Warum also 10€ ausgeben, wenn man den gleichen Geschmack für 0,99€ bekommen kann?
- ihr Fuß muss eventuell amputiert werden. Es wohnen dort Würmer und Maden und fressen sich durchs Fleisch
- ihre Haushaltshilfe kommt nur drei Stunden pro Tag. Und was ist da schon zu schaffen?
- Hilfe für den Einkauf ist Samstags nicht mit bai
- Krankenhausessen in Nienburg kommt aus Bayern. Eine Schweinerei! Warum nicht aus der Umgebung? Nachher holen die das noch von den Franzosen. Und das wär das Schlimmste.
- sie wurde im Krankenhaus gemästet
Während der Unterhaltung schaute ich unauffällig auf die Füße. Ich bin der Meinung, mir hätte jemand zugezwinkert.
- die Regierung hat nichts für uns getan. Alles bleibt am kleinen Mann hängen (hihi)
- ihre Pflegeversicherung bezahlt die Taxifahrt nach der OP nicht mehr Dabei zahlt sie doch soviel dafür
- der Wein aus dem Tetrapak schmeckt genauso wie der für 10€ aus der Flasche. Warum also 10€ ausgeben, wenn man den gleichen Geschmack für 0,99€ bekommen kann?
- ihr Fuß muss eventuell amputiert werden. Es wohnen dort Würmer und Maden und fressen sich durchs Fleisch
- ihre Haushaltshilfe kommt nur drei Stunden pro Tag. Und was ist da schon zu schaffen?
- Hilfe für den Einkauf ist Samstags nicht mit bai
- Krankenhausessen in Nienburg kommt aus Bayern. Eine Schweinerei! Warum nicht aus der Umgebung? Nachher holen die das noch von den Franzosen. Und das wär das Schlimmste.
- sie wurde im Krankenhaus gemästet
Während der Unterhaltung schaute ich unauffällig auf die Füße. Ich bin der Meinung, mir hätte jemand zugezwinkert.
Ich rase durch einen wabernden Nebel, grelle Stroboskopblitze tauchen die Szenerie in ein umheimliches Licht. Geblendet versuche ich, einen Haltepunkt zu finden. Doch wir sind zu schnell. Immer neue Lichter erhellen den Nebel. Der Wind bläst mir entgegen. Ich schaue auf meine Füße. Endlich ein Fixpunkt. Es wird immer schneller. Wummernde Bässe untermalen die Situation. Mir ist schwindelig. Wir steigen hoch und runter. Endlich werden wir langsamer.
Auf wackligen Beinen dahingehend versuche ich, die Eindrücke zu verarbeiten. Es war unwirklich und doch real.
Auf wackligen Beinen dahingehend versuche ich, die Eindrücke zu verarbeiten. Es war unwirklich und doch real.
Freitag, 22. August 2008
Helga
Helga ist eine alte Frau zwischen 60 und 80.
Helga stalkt einem Mitarbeiter 30min durch die Gänge hinterher und guckt zu.
Helga isst sich an Proben satt und trinkt den gesamten Verkostungswein aus.
Helga trinkt einen Liter Buttermilch aus 0,1l Bechern.
Helga hat nie Geld für den Einkauf.
Helga kommt bis zu 3x am Tag.
Helga steht an der Kasse und fordert andere Leute auf, ihr Geld zu leihen.
Helga steht an der Kasse, öffnet die Brötchentüte der Person hinter ihr, nimmt sich eins und sagt "Eins kannst du mir doch abgeben."
Helga erzählt einem Dinge.
Helga duzt jeden.
Wenn Helga den Laden betritt, klingeln überall die Telefone und es wird sich im Lager versteckt.
Wenn Helga anfängt mit jemanden zu sprechen, wird derjenige entweder ins Lager oder an die Information gebeten.
Helga stalkt einem Mitarbeiter 30min durch die Gänge hinterher und guckt zu.
Helga isst sich an Proben satt und trinkt den gesamten Verkostungswein aus.
Helga trinkt einen Liter Buttermilch aus 0,1l Bechern.
Helga hat nie Geld für den Einkauf.
Helga kommt bis zu 3x am Tag.
Helga steht an der Kasse und fordert andere Leute auf, ihr Geld zu leihen.
Helga steht an der Kasse, öffnet die Brötchentüte der Person hinter ihr, nimmt sich eins und sagt "Eins kannst du mir doch abgeben."
Helga erzählt einem Dinge.
Helga duzt jeden.
Wenn Helga den Laden betritt, klingeln überall die Telefone und es wird sich im Lager versteckt.
Wenn Helga anfängt mit jemanden zu sprechen, wird derjenige entweder ins Lager oder an die Information gebeten.
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