Donnerstag, 11. Dezember 2008

Fliehkraft

Heute möchte ich ein Ereignis niederschreiben. Wie ihr ja sicherlich alle gelesen habt, ist Nutella in der Werbung (99 zännt). Um diese Massen an Nutella verkaufen zu können, setzen wir Displays ein. Ein Nutella Display ist ca. 1,30cm hoch und enthält über 300 Gläser. Mal vier macht 1200. Grob aufgerundet.
Diese vier Displays mit Nutella stehen also im Lager auf einer Palette und sollen in den Markt gebracht werden. Mit einem Hubwagen kein Problem. Wir setzen die Displays von der Palette runter und dort stehen sie nun. Vier Displays, jedes Displays auf seiner eigenen kleinen Palette, alle vier sind der Kippsicherheit wegen mit einem kräftigen Tau umschnürt. Das Tau hatte die Dicke eines Kinderschuhschnürsenkels und war mit einem Doppel(!)knoten verknotet.
Herr B. und ich nehmen dieses stabile Gebilde also mit. Ich zog den Wagen, er schob. Ob die Displays wohl halten, wenn wir eine Kurve fahren. Ich versicherte ihm, dass mit diesem stabilen Tau keinerlei Probleme entstehen können. Sie extra zu sichern sei bestimmt vollkommen unnötig und es ginge eventuell auch so. Zwei flott gefahrene Kurven später lagen 1200 Gläser Nutella auf der Seite und somit auf dem Boden. Gottfant sei Dank war jedes Display mit Folie umwickelt.
Sofort wurden wir von freundliche Mitarbeitern umschwärmt, die uns halfen, das Nutella auf eine andere Palette umzulagern. In den 15 Minuten, die die Prozedur in Anspruch nahm, verkauften wir viel Nutella. Die Menschen waren sehr interessiert an dem Unglück und kauften gleich noch etwas Nutella, als sie mit Gaffen fertig waren. Mein Vorschlag, die Gläser im Eingangsbereich liegen zu lassen, wurde aber trotzdem abgelehnt. Schade.

1 Kommentar:

Thomas B. hat gesagt…

schön
ich mag es