Sonntag, 26. April 2009

Rezeptbuch für Männer

Rezeptbuch für Männer - Heute:

Grillen

Man nehme: einen Grill und entzünde ein Höllenfeuer apokalyptischen Ausmaßes, damit die guten Kohlen schneller glühen.
Wichtig: schmelzende Rolläden und weicher Stein sind Anzeichen für ein gutes Feuer.


Für den Durst zwischendurch schaffe man sich für zwei Personen mindestens ein 5l Fass mit Bier an. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass das Fass eine eingerbaute Co2 Patrone besitzt, damit man immer eine schöne Blume zapfen kann.


Als Vorspeise empfiehlt der Verfasser ein 150g Steak, welches indirekt gegrillt wird, also nicht direkt über den Höllenfeuerkohlen liegt. So bleibt es saftig und zarrrrrrt. Nebenbei kann man noch Baguette knuspern.
Wenn die Vorspeise verzerrt ist, beginnt man mit der Zubereitung des 70cm langen und 1000g schweren Grillspießes.


Um den Spieß adäquat zu grillen, verwendet Mann eine Säge, um das massive Holz (deutsche Eiche) zu zersägen. Dann legt man den Spieß auf das Höllenfeuer und dreht ihn regelmäßig.



Fertig ist der Grillabend! Mit knapp 700g Fleisch im Körper fühlt man sich gleich viel leichter. In diesem Sinne: Prost und Mahlzeit.

Samstag, 18. April 2009

Aus dem Leben

Eben saß ich in der Küche rum und verspeiste eine Lasagne. 
Meine Schwester lief vorbei. Schickes Top, schicke Frisur, schicke Schuhe, Handtasche UND Jogginghose. In der Hand eine große Tragetasche.
Jogginghose? Unauffällig fragte ich sie.
"Wo willst du hin und warum hast du eine Jogginghose an?"
"Wir wollen zu Lisa, ich zieh mich da um."

Ab jetzt werde ich meine Socken in Herscheid und die Schlüpfer in Kiel wechseln.

Logisch, oder?

Neues VHS - Programm für den Sommer

"Nichts behindert so sehr die Entwicklung der Intelligenz wie ihre vollständige Abwesenheit."






Neues Kursangebot der Volkshochschule Ihres Vertrauens:


Doitsch als Fremtspraak 
Leitung: Kemal Ülülül 
Kosten: drai gutes Handy unt ein goldenes Uhr für Hant

Rhetorik praktisch angewandt 
Leitung: Joseph Goebbels
Kosten: Polen (Ratenzahlung möglich, zahlbar bis zum Endsieg)

Gewaltfreies Kneten 
Leitung: Sonnenschein Lilli
Kosten: ein selbstgeschriebenes Gedicht

Töpfern für den Weltfrieden
Leitung: Claudia Roth
Kosten: fairgehandelte, biologische, feministische hergestellte Anti-Warzen-Tinktur

Bauchtanz für die mollige Frau ab 150kg
Leitung: Tine Wittler
Kosten: ein Poncho aus Stretch
ACHTUNG Aufbaukurs: Teilnehmer müssen schon den Kurs: "Kleider nähen aus Gardinen" absolviert haben.

Freitag, 10. April 2009

MäckBuch Für




















Das sind jetzt nur mal drei Fotos meines neuen Buches. Wenn ihr mehr wollt, müsst ihr bescheid sagen.

Sonntag, 22. März 2009

Das elementare Zerwürfnis des Seins

Wer das liest ist doof.

Einkaufen ist Krieg



















Es ist 8 Uhr morgens. Die große Eingangstür aus Glas öffnet sich. Das typische Gerassel der Einkaufswagen schallt durch den Markt. Der Kampf beginnt.

Es muss an dieser Stelle einmal deutlich gesagt werden: EINKAUFEN IST KRIEG! Einkaufen ist Sozialdarwinismus par excellence. Der Schwächste fliegt oder bekommt zumindest keine Wassermelone mehr.
Dass es die gesamte Woche Lieferungen an Wassermelonen oder anderen Gütern gibt, ist an dieser Stelle egal. Es soll heute genau die eine Wassermelone da unten in der Kiste sein, sonst kippt das kosmische Gefüge.

Der handelsübliche Kunde hat natürlich Mittel und Wege, seine Interessen durchzusetzen und dazu bedient er sich verschiedener Hilfsmittel.
Zum einen wäre da der Einkaufswagen. Wer jetzt denkt, ein Einkaufswagen dient dazu, die gekaufte Ware dort abzulegen, der irrt. Ein Einkaufswagen darf ruhig als Panzer des Supermarktes bezeichnet werden. Mit ihm lassen sich perfekt lästige Mitmenschen oder fremde Einkaufswagen rammen. Verstopfter Gang? Kein Durchkommen mehr? Gibt es nicht. Da wird der Schritt beschleunigt, die Hände schließen sich fest um den Wagen und es wird sich in die Menge gestürzt. Schäden werden billigend in Kauf genommen, Hauptsache man bekommt noch Jacobs Krönung für 2,79€.
Eine ganz perfide Taktik ist das Sabotieren des Einkaufs. Dort wird einfach ein abgestellter Einkaufswagen mitgenommen und irgendwo im Markt abgestellt. Der Besitzer des Wagens muss dann suchend durch den Markt laufen und hat so natürlich keine Zeit, Melonen und Kaffee in seinen Panzer zu räumen.
Die letzte Taktik und gleichzeitig die am Häufigsten benutzte ist die des Pöbelns. Was sonst als unhöflich gilt, ist beim Einkaufen erlaubt, denn es ist schließlich Krieg und der Kriegszustand setzt einige Maßstäbe des Zusammenlebens außer Kraft.
So verwundert es auch nicht, dass die Lautstärke an manchen Tagen ohrenblutende Höhen erreicht. Es wird geschimpft und gemeckert, gezetert und gezergelt. Man ist schließlich im Recht, der andere im Unrecht und sowieso hat man es wahlweise eilig, war zuerst da, muss schnell weg oder hat keine Zeit.
Es gibt auch eine ganz besondere Gruppe von Einkäufern und das sind die Schleicher. Sie schleichen sich listig an die Angebote an und schlagen blitzschnell und rücksichtslos zu. Sollte das Angebot grade vergriffen sein, warten sie solange, bis es aus dem Lager geholt wird. Die Palette wird dann umkreist wie hungrige Geier über dem Aas kreisen. Sobald die Folie entfernt wurde, beginnt die Rangelei, von hinten rollen Panzer an und alle Seiten belagern sich gegenseitig.

Wie der geneigte Leser erkennen kann, ist so ein Supermarkt ein Pulverfass. Fügen wir also einen weiteren Faktor hinzu, der die Explosivität der Situation noch einmal verdeutlicht.

Es gibt was umsonst.

Ja genau, Gratisproben, Verkostungen oder ähnliches.
Zum Beispiel kann die feilgebotene Wassermelone probiert werden. Dafür steht ein Teller unter einer schützenden Glocke bereit, voll mit Wassermelonenstückchen.
In manchen Kulturkreisen wird dies als Gelegenheit genommen, um sich mal richtig satt zu essen. Die Kinder stellen sich also rund um die Glocke auf, sodass niemand mehr in Verlegenheit kommt, davon probieren zu können. Die Mutter öffnet die Glocke und innerhalb von 2 Minuten hat sich eine halbe Melone in Wohlgefallen aufgelöst.
Sollte die Glocke mal nicht belagert werden, ist das Ergebnis trotzdem gleich. Innerhalb von zwei Minuten ist die Glocke wieder leer. Das muss wohl daran liegen, dass wir pro Tag natürlich nur eine halbe Melone zur Verkostung bereit stellen und somit den letzten die Hunde beißen.
Hier zeigt sich dann der Trieb zur Arterhaltung und es wird geboxt, um noch Wassermelone abzubekommen. Und das geht so den ganzen Tag. Da soll mal einer sagen, es gäbe kein Perpetuum Mobile. Gibt es. Wassermelonen sind der Beweis.

Mittwoch, 11. März 2009

iSkalt

















Heute besuchten wir unser Zentrallager in Neumünster. Das ist echt groß. Sieht man sonst nur im Fernsehen sowas.
Dort gibt es natürlich auch ein Tiefkühllager. Wir waren drin. Ich atmete durch die Nase. Und atmete. Und atmete.

Mir fror der Rotz in der Nase fest.